293) Ausgerechnet jetzt – Regenwetter

am

Die Tage und vor allem die Nächte werden merklich kühler. Regen immer mal wieder ausgerechnet jetzt wo die letzte Phase der Ernte beginnt.

Der Herbst ist nun definitiv angekommen. Diese Woche wurden wir sogar mit Regen überrascht. Und nicht zu knapp. Jetzt wo wir eigentlich noch sonnige Tage für unsere Tafel-Oliven an den Bäumen benötigen. Aber wir klagen nicht, Regen ist immer Willkommen. Zum Glück fiel der Regen ausgiebig aber nie als starker Niederschlag sondern über Tage und Nächte verteilt. So haben wir keinen Schaden zu beklagen. Hagel zum Beispiel hätte die Ernte zerstört. Und da haben wir Glück gehabt. Am Tag nach den ersten Niederschlägen bin ich beim „Nachbarn“. Der Ausdruck ein bisschen übertrieben, schliesslich haben wir keine gemeinsame Grenze und Luftlinie trennen uns doch auch einige Kilometer. Aber Nachbar ist man hier halt noch schnell. 

In der Nacht hagelte es bei ihm nämlich stark und intensiv. Noch Stunden später zeigt er mir ein halbes Eisfeld auf seinem Acker wo der Niederschlag hingespült wurde. Wir sind also nach dürftiger Oel-Ernte knapp einem kompletten Fiasko mit den Tafel-Oliven entkommen. Aber so ist nun mal die Natur und die findet draussen statt. Zeit also die letzten Oliven für dieses Jahr in den Keller zu bringen. Das wird nächste Woche geschehen. Noch einmal alles vorbereiten für die Ernte und die Arbeiter auf den Nachbar-Farmen aufbieten. Das klappt bestimmt wie am Schnürchen… oder wir werden sehen.

Eines haben wir aber diese Woche mit all dem Regen gemerkt. Regnet es, steht das Farm-Leben still, beziehungsweise es gedeiht, aber unsere Arbeit ist ziemlich eingeschränkt, da auch diese vornehmlich draussen stattfindet. Relaxen, erholen, Kreuzworträtsel lösen und vielleicht mal ausgiebig Kochen. Klingt verheissungsvoll und haben wir auch getan. Doch wir haben beide ziemlich schnell gemerkt, einfach nur so faulenzen ist nicht mehr unser Ding. Langeweile, schon lange ein Fremdwort für uns. Nichtstun, ebenso. Und so sind wir schon nach einigen Stunden ungeduldig und wollen was tun. Wie wird das wohl im Winter werden? Dann, wenn uns hoffentlich tagelanges Regenwetter erwartet? Nun gut, das werden wohl so zehn bis zwölf Stuben-Hocker-Tage werden. Mehr wird’s im Normalfall nicht sein. Und es gibt wie immer so viel zu tun. Wir sollten einige Malerarbeiten vornehmen. So vieles ist aus Holz und das braucht Pflege und Wartung. Dann haben wir ja noch weitere Ideen. Eine Picknick-Area soll entstehen, die muss zuerst gepflügt und von den heutigen Sträuchern befreit werden. Dann muss Rasen gesät werden. Sähen werden wir auch in diesem Jahr wieder überall zwischen den Bäumen, als Dünger und Nahrung für die Erde und natürlich auch die Schafe. Auch dort muss selbstverständlich zuerst gepflügt werden. Neu bekommt dieses Jahr jeder Baum seine Portion Spezial Dünger. Streng organisch. 250 Gramm Spezial Pellets aus Hühnermist, Kompost und angereichert mit organischen Stoffen wird jedem einzelnen Baum Nahrung in den Winterschlaf mitgegeben, damit dieser dann im Frühjahr voller Kraft erwacht. Alles schonend und im Einklang mit der Natur. Mit viel „Manpower“ verbunden, aber wir haben ja Zeit und die Arbeitskräfte sind nicht teuer. Das macht es im Vergleich zur Schweiz einfacher. Aber möglich ist so vieles, wenn man denn will. Dies vielleicht als Denkanstoss zu den beiden Agrar-Initiativen in der Schweiz. Fertig Politik, der Muttertag steht an und wir erwarten viele Gäste. Keine Zeit für Langeweile, können wir ja sowieso nicht mehr.

Man liest sich!

Folgt uns auf Instagram: instagram.com/olijvenhof

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s