286) Ärger der Woche

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Weshalb bei uns in dieser Woche nicht alles Friede-Freude-Eierkuchen war und dass das Schweizer-Geschäftsempfinden nicht immer mit dem südafrikanischen Deckungsgleich ist – hier im neuen Blog.

Natürlich ist unser Oliven-Business immer noch im Aufbau, weil vor allem immer noch die europäischen Touristen mehr oder weniger ganz fehlen. Somit verkaufen wir bestimmt noch nicht so viele Produkte wie möglich auf der Farm und auch am Markt am Samstag in der Stadt. Trotzdem sind wir mit der Entwicklung eigentlich zu frieden und gewinnen auch immer wieder neue Retailer, welche unsere Produkte online oder in ihrem eigenen Shop verkaufen. So sind wir beispielsweise in Kapstadt oder auch weiter entfernt in Knysna vertreten. Selbstverständlich sind viele unserer Produkte auch in anderen Shops in Montagu erhältlich, so auch im grössten Supermarkt. Oder eben auch bei einem anderen Wiederverkäufer in der Stadt. Tafel-Oliven und vor allem das Oliven-Öl sind lange haltbar, unser spezielles Pesto ist das nicht. Mit einer „Lebensdauer“ von wenigen Monaten ist es vergleichbar nicht lange haltbar. Trotzdem wurden all unsere Produkte von eben diesem Shop in Hülle und Fülle eingekauft, zu speziellen Wiederverkaufs-Preisen natürlich. 

Nach einigen Wochen folgte irgendwann der Anruf: „Ich hab nicht alle Pestos verkauft, könnt ihr diese abholen kommen und durch frische ersetzten?“, so die knappe Forderung. „Ok, machen wir, ausnahmsweise“, haben wir uns damals gesagt. Irgendwann danach trafen wir den Chef persönlich und er fragte uns: „Was habt ihr mit den Pestos gemacht, die ihr mir ersetzt habt?“ „Natürlich vernichtet“, unsere Antwort. Denn abgelaufenes Datum, ist abgelaufenes Datum. Sein Ausdruck ziemlich entsetzt und überrascht, aber ja, was sollten wir denn anderes tun? Zwischenzeitlich haben wir in diesen Laden Öle geliefert und auch Tafel-Oliven, Pestos wurden keine nachbestellt. Wie auch unsere Erfahrung am Markt zeigt, das Pesto muss probiert werden, nur dann kann sich der Käufer auch sicher sein, was er bekommt. Oliven-Öl oder auch Tafel-Oliven kauft man mal eher noch einfach so. Deshalb haben wir diesem Shop-Betreiber auch angeboten, an einem verkaufsstarken Tag vor Ort zu sein und die Besucher mit einem speziellen Tasting auf unser Pesto „gluschtig“ zu machen. Das Pesto, einmal probiert, ist ein echter Renner. Doch leider reagierte der Inhaber auch nach mehrmaligem Nachfragen nicht. Nun gut, nicht mehr unser Problem, dachten wir.

Nun haben wir wiederum unsere verschiedenen Öle geliefert und warten trotz Mahnungen und Emails auf die entsprechende Zahlung. Nach hartnäckigem und intensivem Nachfragen dann endlich eine Antwort: „Bevor ich die Öle bezahle, brauche ich noch Ersatz für die Pestos, diese laufen bald ab und ich verkaufe sie schlecht“. „Nun gut, dass ist Dein Risiko als Wiederverkäufer und zudem haben wir dir auf unsere Kosten ein Tasting für Deine Kunden angeboten“, ist unsere Antwort. Doch diese verläuft im Sand. Irgendwann nach wiederum mehrmaligen nachhaken folgt dann doch noch eine Antwort. Beziehungsweise eine Wiederholung. „Ich hab noch Pesto das bald abläuft, tauscht dieses aus, dann bezahle ich auch die Rechnung für die Öle. Sonst verkaufe ich nur noch auf Kommission.“ Dass Wiederverkäufer einen anderen Einkaufspreis erhalten, als wenn wir nur auf Kommission verkaufen können, müssen wir diesem anerkannten Shop-Betreiber zuerst auch noch erklären. Aber so gut ist unser Business wohl doch schon etabliert, dass wir uns nicht erpressen lassen. Ob er uns überhaupt erpressen wollte oder seine Lieferanten bis anhin sein Spiel mit spielten, ist uns nicht bekannt. Wir werden aber wohl die nicht bezahlten Öle abholen und die Zusammenarbeit beenden.

Man liest sich!

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