281) Einsatz bei den Schafen

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Für einmal bringen uns die Schafe bzw. die jungen Lämmer ein wenig Arbeit – Es ist Zeit für die erste medizinische Aktion ob es sogar noch weitere Eingriffe braucht? – Hier im Blog

Unsere Schafe arbeiten perfekt. Die Gräser und kleinen Büsche rund um unsere Olivenbäume werden nie gross. Das wochenlange mähen von zwei Arbeitern mit Trimmern gehört längst der Vergangenheit an. Und Arbeit wiederum bringen uns die Schafe auch fast keine. In dieser Sommerhitze müssen wir zwar täglich die verschiedenen Wasserstellen befüllen, mehr eigentlich gibt es nicht zu tun. Morgens lassen wir die Schafe von der Weide und Abends kommen sie fast von alleine zurück nach Hause. Dazwischen fressen sie sich durch die Farm, machen Pause im Schatten der Bäume und sind gesund und munter. Munter, so gut es geht bei der gerade herrschenden Hitze. Und vermehrt haben sie sich auch wie gewünscht, mehr oder weniger auch das problemlos. Sir Archie ist nun endgültig von der Flasche und gedeiht prächtig. Doch nun, für einmal bringen sie uns Arbeit. Die jüngsten müssen entwurmt werden. Fürs erste die ältesten Sieben von den Zwölfen. Und wer jetzt ein Haustier besitzt und vielleicht schon einmal seiner Katze ein Mittel in den Mund spritzen musste, kann in etwa erahnen, was uns diese Woche erwartet.

Eines Abends ist es soweit. Die Schafe kommen heim, die Mütter bekommen Leckereien und haben dadurch kein Auge für ihre Jungen. Bewaffnet mit „geladenen“ Spritzen, Spraydose und viel Zuversicht betreten wir das extra für solche Aktionen verkleinerte Gehege. Plan: Ich schnappe von den Kleinen was ich gerade in die Finger bekomme, Barbara drückt die Spritze und anschliessend sprayen wir dem Kleinen einen Fleck auf den Rücken. Eigentlich gleicht kein Schaf dem anderen oder irgendwie halt doch jedes dem andern sehr. Schwarze Köpfe haben sie fast alle und in der Hitze des Gefechts, hilft so ein Sprühfleck sehr, damit keiner eine doppelte Ladung Entwurmung bekommt. Tatsächlich, der Plan funktioniert mehr oder weniger, wir sind ab der Kraft der Kleinen erstaunt und haben trotzdem nach fünfzehn Minuten, schweisstreibenden Minuten, die ältesten sieben Entwurmt. 8-12 folgen dann in wohl zwei Wochen.

Zuvor brachte uns unser Nachbar Kiviet noch einige Utensilien vorbei für unsere Schafhaltung. Gummis mit einer Art Zange um die Schwänze abzubinden und Gummis um bei den männlichen Nachkommen etwas anderes abzubinden. Ich spürte dabei bereits Schmerzen beim Anblick des Gerätes und fragte ihn wieso eigentlich den Schafen die Schwänze abgebunden und somit kupiert werden? Eine Antwort konnte er uns auch keine richtige geben. „Hat man schon immer so gemacht“. Eine Aussage die wir so auf unserer Farm gar nicht nachleben. Viel alt-bewährtes macht Sinn, doch längst nicht alles. Schliesslich ändert sich doch so vieles. Der Tierarzt weiss die Erklärung. Irgendein Parasit kann sich bei Woll-Schafen mit langen Schwänzen gut einnisten und bleibt zu lange unentdeckt. Unsere Schafe verlieren ihre Wolle und sind somit überhaupt nicht davon betroffen. Also bleiben unsere Schafe unversehrt und was mit unseren drei männlichen Schafen geschieht, wissen wir noch nicht. Die Zange um den Gummi zu spannen und aus männlichen Lämmchen, nicht mehr männliche Schafe zu machen – nehme ich aber bestimmt nie in die Hand.

Man liest sich!

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