280) Neue Regeln – mal wieder

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Seit Wochenbeginn müssen wir uns mal wieder an neue Lockdown-Regeln halten. Wie das Leben so läuft im Zeitalter von Covid und welch erstaunliche Unterschiede wir gegenüber unserer alten Heimat sehen – hier im neuen Blog.

Einmal mehr sind wir ein wenig zurück in der Normalität. Der Lockdown wurde überraschend zu Wochenbeginn entschärft. Alkohol ist wieder käuflich zu erwerben, die Restaurants müssen erst um 22.00 Uhr schliessen und man muss neu um 23.00 Uhr zu Hause sein und es bis um Vier Uhr bleiben. Die Strände sind auch wieder geöffnet. Verboten bleiben Treffen ohne triftigen Grund. Sprich das Braai mit den Nachbarn bleibt verboten, Versammlungen um Abschied in der Kirche zu nehmen mit bis zu 50 Personen erlaubt. Ein ewiges Hin und Her mit diesen Regulationen. Level 3 bleibt bestehen. Aber einfach mit neuen Vorgaben. Eigentlich wurde mal ein 5-Punkte-Plan aufgestellt woraus klar ersichtlich ist, unter welchem Lockdown-Level, welche Massnahmen greifen und was dann alles nicht erlaubt ist. Aber wohl typisch Südafrika, wird vor allem das nicht eingehalten und Mal für Mal andere Regeln aufgestellt. Aber auch typisch Südafrika, man nimmt es gelassen hin.

Wenn ich sehe, was in der Schweiz gejammert wird. Wer alles viel besser weiss als Virologen, Regierungs-Berater und Regierungs-Mitglieder oder auch Ärzte und dies auch noch öffentlich auf allen Kanälen mitteilen, stehen mir ein wenig die Haare zu Berge. Selbst den Medien glauben nicht mehr alle. Woher kommt dieses Misstrauen? Wieso wird alles hinterfragt? Wieso meinen so viele, es viel besser zu wissen, als solche welche sich beruflich mit solchen Situationen auseinandersetzen? Hier in Südafrika waren die Massnahmen immer härter als in Europa. Rigoroser, es brauchte sogar in gewissen Momenten das Militär um alles durch zu setzen. Ausser vielleicht erstaunen darüber, lehnte sich niemand auf. Geht man nach draussen, trägt man eine Maske. Geht man in ein Restaurant, wird Temperatur gemessen. Hat man Angst, dass die Spitäler an ihre Kapazitäts-Grenzen kommen, verbietet man den Verkauf von Alkohol und schon gibt’s weniger Unfälle und Gewalt. Man nimmt es hin. Hinterfragt höchst selten die Regierung. Obwohl ja eigentlich der Südafrikaner allen Grund dafür hätte. Wann hat Bundesrat Berset einmal versprochen, dass die Korruption mit den Lockdown-Hilfsgeldern eine Ende haben wird? Wann versprach Bundesrat Maurer, dass die Unterstützungs-Beiträge wirklich bei den Bedürftigen ankommen und nicht in den Taschen seiner SVP-Parteikollegen? Natürlich nie, hier musste dies mancher Politiker mehrmals versprechen.

Natürlich läuft wohl in der Schweiz auch nicht alles rund. Aber Korruption und Begünstigungen sind kein Thema. In Südafrika gehört dies zum täglichen politischen Geschehen. Und trotzdem bleibt die Bevölkerung ruhig. Proteste, Demonstrationen oder Aufruf zu Ungehorsam – Fehlanzeige. Die Härte bzw. deren Resultat spricht für sich. Früher als von uns allen erwartet, konnten Erleichterungen ausgerufen werden. Die Fall-Zahlen sinken stetig und sind schon fast auf Schweizer-Niveau, wohlgemerkt bei fast achtfacher Bevölkerungs-Zahl. Sind diese Zahlen korrekt? Wer weiss. Doch eines erstaunt. In Südafrika hat (fast) niemand Vertrauen in staatliche Institutionen, schon gar nicht in die Regierung. Doch man nimmt Vorgaben hin, hält sich daran und bleibt ruhig. Mit dem Resultat, dass sie sich auszahlen. Vielleicht hilft halt doch eine gewisse Gelassenheit im Leben um vorwärts zu kommen. Sei es auch in einer Pandemie.

Man liest sich!

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