279) Sonntägliche Überraschung

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Wir entdecken eine schöne Überraschung, haben einiges zu tun auf dem Olijvenhof und wenn uns auch die Arbeit nie ausgeht – es lebt sichs gut.

Samstagabend, Zeit die Schafe nach Hause zu treiben. Welch Überraschung, tatsächlich ist jetzt auch noch Schaf Nummer sieben Mutter geworden. Zusammen mit ihrem Nachwuchs hat sie es sich unter den Oliven-Bäumen bequem gemacht. Wir lassen sie dort noch liegen und treiben mal die restliche Herde, bestehend aus sechs Müttern und 10 kleinen Rackern in die Weide. Irgendwann wird es dann auch Zeit für die jüngste Mutter mit ihrer Kleinen nach Hause zu kommen. Schliesslich braucht gerade sie den Schutz einer eingezäunten Weide durch die Nacht. Es ist immer das selbe Drama: Barbara trägt das Neugeborene nach Hause und die Mutter läuft am Anfang mit, man denkt sie habe verstanden, dass das Kleine auf dem Weg nach Hause ist. Denkste. Nach wenigen Metern dreht die Mutter komplett durch, sucht ihr Kleines und rennt zum Geburtsort zurück oder noch weiter weg. Komplett in die falsche Richtung. Erst als Barbara und das junge Lämmchen die Weide erreicht haben und dieses nach ihrer Mutter zu schreien beginnt, kapiert auch die Mutter welche Richtung, die richtige ist. So bringen wir auch diese zwei ins behütete Nacht-Camp. Scheinbar ist der letzte Wurf wiederum nur ein Einzelkind, schliesslich sind seit der Geburt nun Stunden vergangen. Hauptsache die Kleine und die Mutter sind wohlauf und auch die Fütterung klappt bestens. Doch der Schein trügt…

Sonntagmorgen früh, Zeit die Schafe unter die Bäume an die Arbeit zu lassen. Was für eine Überraschung, die junge Mutter präsentiert uns doch tatsächlich noch einen Nachwuchs. Stunden später, wohl erst in der Nacht gebar sie noch ein zweites Lämmchen. So ist die Geburtszeit für dieses Jahr abgeschlossen, alle sieben Schafe sind Mütter geworden und haben unsere Herde auf 19 ausgebaut. Viele weitere Helfer und Düngerer unter den Bäumen sind also dazu gekommen. Alles klappt wunderbar, ohne unsere Hilfe. Sogar auch Sir Archie entwickelt sich prächtig und ist nun fast nicht mehr auf unsere Unterstützung angewiesen. Nach drei Mal täglich bekommt er nur noch Abends den Schoppen. Sonst ernährt er sich wieder bei der Mutter oder auf der Weide. Die Natur regelt wirklich vieles, solange sie man lässt oder eben höchstens unterstützend eingreift.

Und so quasi nebenher laufen unsere täglichen Arbeiten, die Bäume brauchen Wasser, in dieser Zeit der Fruchtentwicklung eigentlich jeden Tag. Zudem ist die Hitze gerade gross. Produkte müssen produziert und kuriert werden. Und so verfliegt die Woche im Nu. Der nächste Markttag steht an und gleich nach Marktschluss erwarten wir bereits eine Gruppe von acht Leuten für Tastings und Platters. Dazu noch Touristen und wohl weitere spontane Kunden. So läuft im Moment gerade viel. Doch das schöne um vier ist Arbeitsschluss mit grosser Genugtuung weil man für sich arbeitet. Zudem kühlt nicht nur der Apéro sondern auch der Sprung in den Pool. Trotz aller Arbeit lässt sich fast jeden Abend sagen, unsere Work-Life-Balance stimmt. Und dies war ein Mit-Ziel unserer Auswanderung. Und, weil zwischen Apéro, Pool-Abkühlung und Schafe heimtreiben, bereits das Feuer lodert und einen schönen Tages-Ausklang mit Grilladen verspricht, geniessen wir unser Leben täglich.

Man liest sich!

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