277) Unruhe im Schafstall

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Südafrika bleibt im Lockdown und wir sind immer noch auf Trab. Seit neuestem auch wegen eines unserer Lämmchen – mehr hier im neuen Blog.

Südafrika bleibt für einen weiteren Monat im Lockdown Level 3. Es geschieht einfach zu wenig bezüglich sinkenden Covid-Fällen. Montagu ist weiterhin stark betroffen und das Gross-Gebiet gilt nun als Hotspot. Das hat zwar keine Auswirkungen, zeigt aber einfach wie präsent das Virus in unserer Gegend ist. Kontakte beschränken wir sehr, zum Einkaufen geht einer von uns beiden alleine und sonst geniessen wir das Farmer-Leben. Wenn wir dann nicht gerade beschäftigt sind. Und das sind wir immer noch sehr.

Das Bistro mit Shop läuft wunderbar und hält uns auf Trab. Wir halten Abstand und tragen Masken. Doch nun werden wir die Öffnungszeiten wieder auf Donnerstag bis Sonntag beschränken, wir brauchen nun wirklich auch einmal Pause. Wenn wir denn eine Pause hätten. Schliesslich müssen die Bäume nun fast täglich bewässert werden, die Herstellung der Oliven-Produkte läuft auch nicht von alleine und da haben wir ja noch siebzehn Schafe. Zwei davon machen uns Sorgen.

Das kleine Böckli, der zweitjüngste unserer Herde gedeiht irgendwie nicht wie er sollte. Schon rein optisch ist er den beiden nach ihm geborenen Zwillingen weit hinter her. Die Mutter erkennt man auch nicht auf Anhieb, sie kümmert sich mehr um sich und ihre Nahrungsaufnahme als um ihren Schützling. Nun sehen wir dass der Kleine auch noch mit Durchfall kämpft. Ein Häufchen Elend und dann noch Durchfall. Lange kann das eigentlich nicht gut gehen, so mager und dünn wie er ist.

Sir Archibald ist schwach…

Trinken bei der Mutter? Fehlanzeige. Wir bringen ihm aufs Feld eine Schüssel Wasser. Die trinkt er sofort aus. Immerhin trinkt er und wie. Doch so lange wir auch hinschauen, der Kleine trinkt nicht bei der Mutter, falls sie dann überhaupt in seiner Nähe ist. Er ist also wohl schon seit ein paar Tagen ohne wirkliche Nahrung. Hat die Mutter keine Milch? Lässt sie ihn nicht ran oder will der kleine Sir Archibald einfach nicht säugen? Der Tierarzt muss vorbei kommen. Denn obwohl wir bei allen Neugeborenen nach der Geburt immer geschaut haben, ob sie wirklich auch säugen, hier stimmt etwas nicht.

Am nächsten Morgen besucht uns der Tierarzt und schnell wird klar. Sir Archie ist unterernährt. Sieht man auch von blossem Auge. Woran es liegt? Wissen wir im Moment noch nicht. Ändert aber auch an der Sachlage nichts, dass der Kleine dringend an die Flasche muss. Dreimal pro Tag besucht ihn nun Barbara und schöppelt und päppelt Sir Archie auf.

Das trinken von der Flasche funktioniert

Ein erster Erfolg schon nach zwei Tagen sichtbar. Ein weiterer kommt hinzu, der Durchfall ist weg und er scheint nun wenigstens wieder ab und zu bei der Mutter zum „Essen“ vorbei zu schauen. Vielleicht kommt bald wieder alles gut mit den Beiden. Es kann nämlich durch aus sein, dass Archie nicht sein ganzes Kindesleben lang an der Flasche hängt. Drücken wir die Daumen. Vielleicht war er auch schon zu schwach um überhaupt bei der Mutter zu trinken. Die Natur kann manchmal hart sein, gut wenn dann und nur dann, der Mensch eingreift.

Man liest sich!

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