276) Gewinner im Lockdown

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Die Corona-Zeiten sind nicht einfach in Südafrika. Wie wir uns mit den neuen Lockdown-Regel zurecht finden und wie gross unsere Schafherde mittlerweile ist – hier im neuen Blog.

Wir befinden uns mittlerweile im Lockdown Level 3. Nebst Ausgangs-Sperre von 21.00 bis 06.00 Uhr ist bekanntlich auch der Verkauf von Alkohol mal wieder verboten. Somit sind auch viele Restaurants geschlossen oder auf Grund des mangelnden Weines zum Essen, schlecht besucht und unattraktiv für Gäste. Ein grosses Problem ist es natürlich für all die vielen Weinfarmen, welche einen grossen Teil ihres Umsatzes mit Wine-Tastings und -Verkäufen erzielen. Glorreiche Idee von Barbara, wenn schon alles zu hat, wir selber auch nicht viel unternehmen können, öffnen wir doch nun täglich – die Touristen wollen doch was unternehmen können. Gesagt getan, schnell alles über die sozialen Medien und Whatsapp-Chats publik gemacht und siehe da: Der Plan geht auf.

Tatsächlich werden wir nun täglich von mehr Gästen besucht, sind somit nebst Farmern, Oliven-Produzenten auch noch Wirte und entsprechend ausgelastet. Mit den Umsätzen steigt auch unsere Bekanntheit und die der Farm und das tut auch entsprechend gut – vor allem langfristig. Nicht auszudenken, wie es dann wohl zu und her geht, wenn es mal wieder normale Zeiten gibt und auch Touristen aus Europa den Weg nach Südafrika und zu uns auf die Farm finden. Bis heute hatten wir erst zwei Gäste aus Europa.

Von normalen Zeiten sind wir leider in Südafrika noch weit entfernt. Die Fall-Zahlen steigen stetig. Mittlerweile auch in Montagu. Es sind viel mehr Fälle als noch im März 20 bevor es damals in den harten Lockdown ging. Es ist nun so, dass jeder einen kennt, der erkrankt oder leider noch schlimmer an den Folgen des Virus verstarb. Trotzdem wird sich die Regierung nicht zu einem weiteren harten Lockdown durchringen, liest man. Die Wirtschaft ist zu fragil und Geld ist sowieso keines vorhanden. Den Impfstoff erhält Südafrika mit 30% Rabatt, sonst wäre er für dieses Land nicht zu bezahlen. Die erste Anzahlung ging übrigens bereits vergessen, weshalb sich die Lieferung noch weiter hinzieht. Vor Mitte Jahr ist nicht mit Impf-Dosen zu rechnen. Eine Impf-Strategie fehlt noch gänzlich und man hofft auf eine Entwicklung, dass nur noch einmal geimpft werden muss. Alles andere wäre zu teuer und nicht realisierbar. Immerhin beschwor der Präsident, dass es im Zusammenhang mit den Impfstoffen zu keiner Korruption kommen werde. Traurig muss das erwähnt werden. Schwierige Zeiten und wenn man bedenkt, dass wir bereits im letzten Jahr zu Beginn von unserer Ernte an fast gleicher Stelle standen wie nun ein Jahr später ist das schon verrückt. Doch wie immer gilt: Jammern hat noch nie geholfen, weiter machen das Beste aus der Situation erzielen und abwarten. Die nun fast durchgehenden Öffnungszeiten lasten uns vollkommen aus und machen uns auch zu „Gewinnern“ der Situation. 

Die Schaf-Herde ist übrigens nun auf zehn Lämmer angestiegen, 4 Zwillingspärchen und zwei Einzelkindern. Mit nur zwei männlichen Nachkommen stehen die Chancen gut, dass unsere Herde bald die gewünschte Grösse erhält. Auch in dieser Hinsicht stimmt der Ertrag. Würden sie nicht immer zu neuen Ausbrecher-Könige avancieren, wir wären rundum zu frieden mit den Schafen…

Man liest sich!

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