273) Die Lage spitzt sich zu

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Olive-R ist immer noch hier, hat viel erlebt diese Woche und trotzdem ist es Zeit die Tastatur wieder zu übernehmen. Die (Corona-) Lage spitzt sich zu.

Die letzten Auftritte am Markt in Montagu haben wir für dieses Jahr hinter uns. Zweimal gingen wir diese Woche sogar zum Markt. Donnerstagabends und wie immer samstags. Die Märkte wurden zusehends ruhiger. Doch eigentlich wäre ja jetzt Touristen-Hochsaison. Die Gästehäuser und vor allem die Campingplätze entsprechend gut belegt. Einiges sogar ausgebucht, hört man. Der Tag am Donnerstag im Farm-Bistro war sogar so gut besucht wie noch gar nie. Entsprechend frohen Mutes machten wir uns auf den Weg zum Markt. Doch dann, fast nichts los. Da ist ja eben noch Corona. Auch bei uns wieder ein grösseres Thema.

Ausgebuchte Camping-Plätze oder Gäste-Häuser heisst nichts anderes, als dass diese Orte zur Hälfte ausgelastet sind. Mehr ist nämlich nicht zu gelassen. Eine Regelung die zwar plötzlich gekippt wurde, doch für dieses Wochenende noch keine Auswirkungen hat. Weiter schliesst die Regierung viele grosse Strände im ganzen Land oder verbietet Strandgänge mindestens an den grossen Feiertagen wie Weihnachten, Silvester und Neujahr. Restaurants müssen nun wieder um 22.00 Uhr schliessen und ab 23.00 Uhr gilt wiederum die Ausgangssperre. Silvester-Feiern fällt also aus. Gefeiert haben wir diese Woche trotzdem. Bei Freunden eingeladen, startete eine grosse Sause noch vor der Wochenmitte. Alles im Rahmen der zugelassenen Grösse an Teilnehmern. Doch auch hier wird natürlich eine grosse Problematik sichtbar. Je länger der Abend, je mehr Wein und Bier genossen wurde, desto mehr geniesst man auch die Party und die Menschen um sich. Will heissen, Distanzen fallen. Insofern gut sichtbar, dass halt einige Regeln und sind sie noch so hart, Sinn machen. Und doch, man hält sich hier mehr oder weniger ohne Murren an die Regeln. So ganz und gar nicht in dieses Bild passte dann der Tasting-Besuch einer ranghohen Persönlichkeit aus Kapstadt, welche mit Familie bei uns war. So ganz ohne Masken genossen diese Vier den Olijvenhof. Oder gibt es doch mehr Menschen, die sich der Gefahr bewusst sind?

Bleiben die Menschen dem Markt fern, weil sie Menschenansammlungen vermeiden wollen? Besuchen sie deshalb umso mehr unsere Farm? Distanz halten und für sich sein, fällt nirgends so einfach wie auf einer Farm. Viele Besucher hier sind aus grossen Ballungszentren und zugleich auch aktuellen Hotspots. Haben den harten Lockdown mitten in der Stadt erlebt und wollen sich schützen und auf keinen Fall einen weiteren Lockdown mehr erleben. Es bleibt am Schluss dabei – jeder ist für sich selber verantwortlich und nur mit Selbstdisziplin kann die ganze Seuche im Zaum gehalten werden. Unpassend dazu sieht man trotzdem Bilder von überfüllten Stränden und machtlosen wenigen Polzisten die versuchen die Strandschliessung aufrecht zu erhalten. 

Es bleibt eine schwierige Weltweite Situation. Man kann nur das Beste versuchen daraus zu machen, jeder für sich. Und dieser Tenor der ist hör- und spürbar in unserer ganzen Umgebung. Keine Rufe: „der Staat muss, der Staat soll, der Staat hat gefälligst…“ Ganz einfach. In Südafrika, insbesondere für die Weissen, hat der Staat schon lange nichts mehr getan. Jeder schaut für sich, Tag für Tag. Ist sein eigener Glückes-Schmied. Erwartungen an den Staat gibt’s keine. Dafür entsprechend auch viele Freiheiten. Etwas, was Südafrika zum schönen Ort fürs Leben macht. „Mach was Du willst, mach es für Dich, erwarte nichts, gewinne viel.“ Das ist auch Südafrika.

Man liest sich!

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