264) Es geht vorwärts

am

Unsere Bau-Pläne schreiten voran, natürlich nicht ohne Hindernisse und schon gar nicht wie geplant. This is Africa…

Das Wendy-House steht immer noch. Soweit alles gut und nach all dem Stress sind wir damit zufrieden. Zeit, dem zukünftigen Shop unseren Touch zu verleihen. Wir streichen das ganze Haus, einerseits um das Holz zu schützen und eben für einen unseren Vorstellungen entsprechenden Look. Dauert mehr als einen Tag aber mit dem Ergebnis sind wir zufrieden. Es ist schon wieder Mittwoch, Zeit dass die Arbeiter erscheinen. Vor allem soll heute das grosse Loch gegraben werden um den neuen Abwasser-Tank für die Toilette und Lavabo zu setzen. „Bad News, der Bagger ist kaputt“, wir kommen dann wohl am Freitag“, schreibt mir der Vor-Arbeiter. Tja, eine Normalität, an die man sich wohl als „Bauherr“ gewöhnen muss. Uns geht die Arbeit nicht aus und zu dem kommt noch der Elektriker mit dem Vor-Arbeiter vorbei. So ist dann auch die Elektro-Planung abgeschlossen und am Freitag wird auch dies alles installiert.

Speziell bei all diesen Arbeiten – die Arbeiter planen, führen aus doch wir sind für sämtliches Material zu ständig. Klingt vielleicht komisch, ist aber so. Ein eingespieltes System. Der Elektriker geht in den Baumarkt hier in Montagu, sagt dem Mitarbeiter dort, was er alles braucht. Dieser schickt uns eine Offerte, die wir prüfen, akzeptieren und anschliessend gehen wir in den Markt wo alles Material für uns bereit steht. Bezahlen und bringen das Material auf die Baustelle. Ein bisschen umständlich für uns, aber dadurch auch äusserst transparent. „Wenn das bloss klappt mit dem Bagger am Freitag“, grüble ich immer mal wieder. Es wäre wirklich cool, wenn am Freitag die Gräben gebaggert wären für die Leitungen und zu dem eben dieser 1400 Liter Septic-Tank im Boden verschwunden ist. „Können wir uns wirklich verlassen, dass die einen Bagger finden der auch funktioniert und am Freitag hier steht“ fragen wir uns, als mir in den Sinn kommt: „Wir haben ja einen Nachbarn mit einem solchen Bagger.“ „Ray, können wir am Freitag Deinen Bagger mieten und wie hoch sind die Kosten?“ ist die Whatsapp an ihn. Die Antwort kommt verzögert in der Nacht: „Geht klar und es gibt keine Miete unter Nachbarn“. Wir sparen also nicht nur Geld sondern ich kann mich nun auch verlassen, dass alles wie geplant klappt. Kurz noch mit Ray telefoniert und Zeit und Arbeitsumfang besprochen. Es ist nun alles klar für Freitag, den ersten grossen Bautag. Um halb Acht geht’s los. Kurz nach sechs Uhr stehen wir bereits vor der Kaffee-Maschine, der Tag erwacht nun immer früher und eben, ab halb Acht geht’s rund auf der Baustelle. Denkste.

Viertel vor Acht. „Ein Mitarbeiter hat verschlafen, bin bald bei Euch“, schreibt der Vor-Arbeiter. „Sei einfach vor 8.30 Uhr hier, dann kommt der Bagger mit Fahrer“, schreib ich ihm zurück. Kein Problem kurz nach Acht sind die Arbeiter hier, der Bagger kommt wohl auch bald. Für uns ist schon mal alles ok so, denn ich will dass der Vor-Arbeiter den Bagger-Fahrer instruiert, wo und wie er die Gräben und das grosse Loch für den Tank haben will. Es läuft also. Denkste.

Halb zehn und der Bagger fehlt immer noch. Es wird ja am Freitag meistens nur bis kurz nach Eins gearbeitet und das Baggern dauert wohl doch so drei Stunden. Ich frag besser mal beim Nachbarn nach wo denn das Gefährt und Fahrer bleiben. „Hallo Sacha, wie läuft alles? Geht’s vorwärts mit Baggern?“ empfängt Nachbar Ray meinen Anruf. „Ähm, darum ruf ich an… der Bagger fehlt“. „Gibt’s doch nicht, ich kümmere mich gleich darum“, seine Antwort. „Ich hab meinem Arbeiter das nochmals mit der Zeit-Einhaltung erklärt, er kümmerte sich zu erst noch um andere Sachen“. Folgt bald die Erlösung per Telefon. Der Bagger ist also auf dem Weg. Und ja, was solls. Freitag, kurz nach drei. Wochenziel erreicht. Tank im Boden verschwunden, Stromkabel verlegt, Kanäle gebaggert. Was nerve ich mich bloss jeweils. Ist ja alles wie gewünscht erledigt. Der Shop und die Toiletten-Anlage nehmen wie gewünscht Formen an. Wir sind dem Zeitplan sogar voraus, bloss das erzählen wir bestimmt niemandem auf der Baustelle.

Man liest sich!

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