261) Zivas Notfall

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Warum mal wieder ein Tag komplett anders verläuft als geplant und was Ziva geschehen ist, hier im neuen Blog. Und trotzdem haben wir Grund zu feiern.

Freitagmorgen. Wie so oft in den letzten Wochen ist unser Tag gut durch geplant. Wir haben nicht viel Zeit, schliesslich ist in Südafrika langes Wochenende und viele Touristen in der Stadt. Entsprechend rechnen auch wir ab Mittag mit einigen Gästen zum Tasting. So soll es früh los gehen, Schafe auf die Weide lassen, Feinschliff im Cottage – Gäste sind angekündigt, dann Ent- und Be-Sorgungen erledigen, damit wir um Elf spätestens zurück auf der Farm sind. Ich geh los zu den Schafen, Barbara ins Cottage. Ich höre Fynn laut und aufgeregt bellen. Irgendwas beschäftigt Fynn und Ziva schon seit den frühen Morgenstunden, wahrscheinlich ein ungewohntes Tier auf der Farm. Zehn Minuten später sind wir beide zurück und alles anders. „Schau Dir Ziva an“, ruft mir Barbara aufgeregt zu. 

Zivas Wunde ist gross, doch sie lässt sich gar nichts anmerken

Kein schöner Anblick. Ein sicherlich sechs bis sieben Zentimeter grosses Loch klafft in ihrer Brust. Doch sie, ganz ihre Art, hat einfach mal Freude uns zu sehen und lässt sich überhaupt nichts anmerken. Mit ihr müssen wir umgehend zum Tierarzt ist uns sofort klar. Anruf bei der Ärztin in Montagu, sie behandelt solche Fälle nicht. Wieso nicht? Keine Ahnung. Sie ist mehr für Impfungen und was weiss ich noch zuständig. Wir müssen eine Stadt weiter und bekommen dort sofort einen Termin. Ziva ist also schnell in guten Händen. Unsere Pläne komplett über den Haufen geworfen. Doch schlussendlich sind wir wie geplant um elf Uhr zurück auf der Farm. Doch leider ohne Ziva. Sie können wir Mitte des Nachmittags zusammen geflickt wieder abholen.

Ziemlich angezählt aber hoch erfreut über mein Erscheinen, empfängt mich die Kämpferin in ihrer Box bei der Tierärztin. „Was für eine wundervolle Hündin sie da haben“, schwärmte ihre Ärztin mir vor. „Es geht ihr gut, doch seit fast einer Stunde macht sie uns unmissverständlich klar, dass sie nicht länger hierbleiben will.“ So hat Ziva also die Tierarzt-Praxis mit lautem Jammern unterhalten und wir sind einfach nur froh geht es ihr den Umständen entsprechend gut. Doch was war überhaupt geschehen? Ärztin und wir vermuten, dass Ziva wohl angestachelt von diesem unbekannten Tier über den hohen Zaun springen wollte, hängen blieb und sich dabei aufschlitzte. Keine schöne Vorstellung aber ihr hoffentlich eine Lehre. Die tiefe Wunde ist zum Glück nicht gross die an ihrer Haut leider schon. Doch alles wird gut verheilen, wird uns versichert. Auch wenn wir uns nun seit fünf Jahren gewohnt sind, dass Pläne in unserem neuen Leben am Kap immer über den Haufen fallen, Abwechslungen wie diese müssen wirklich nicht sein. 

Fünf Jahre Südafrika feiern wir diese Woche. Die Zeit fliegt und was wir doch schon alles erlebt haben. Ausgewandert als Gastgeber in die Nähe der Weltmetropole Kapstadt, lieben wir nun das südafrikanische Landleben als Oliven-Produzenten. Wer uns das vor fünf Jahren prophezeit hätte, wir hätten ihn mehr als nur ausgelacht. Doch so spielt das Leben. Und wir erleben an diesem Wochenende geradezu einen Boom. Ein Umsatz-Rekord-Wochenende, das noch nicht mal vorüber ist, bestätigt uns, auf dem richtigen Weg zu sein. Die Wege im Leben sind manchmal speziell doch wir sind für alles offen und leben Tag für Tag unseren südafrikanischen Traum.

Man liest sich!

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