260) Viel Rauch auf dem Olijvenhof

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Weshalb uns ein Feuer die ganze Woche beschäftigt,  Jonathan und das Bauvorhaben uns weiter Nerven kostet und Südafrika nun auf Corona-Level 1 gesetzt ist – alles im neuen Blog.

Dienstagmorgen, schon ziemlich früh steigt Rauch auf über dem Olijvenhof. Nachbarn fragen nach, was los ist. Der Rauch ist weitherum sichtbar. Wir beruhigen, haben alles im Griff und das Feuer von uns gelegt. Dürre Äste liegen gestapelt schon seit vier Jahren auf dem Feld herum und sind im Sommer ein Sicherheitsrisiko und Jahraus Jahrein nicht schön anzusehen. Deshalb sollen sie nun endlich weg. Wie so oft habe ich mir eine Aufgabe aber einfacher vorgestellt. Ich möchte nur am Morgen feuern dann wenn es fast immer windstill ist und zweitens dachte ich, das geht schneller. Die Äste sind wirklich spindeldürr und liegen dicht beieinander. Meine grösste Sorge war, dass das Feuer schnell (zu) gross wird. Stattdessen droht es ständig zu erlöschen. Die Substanz, die Nahrung für das Feuer fast zu klein so dürr ist alles. Da nun die Wiese drum herum saftig und grün ist, geht das alles ohne Risiko über die Bühne aber beschäftigt mich die ganze Woche hindurch. Wie (fast) immer unterschätze ich den Zeitaufwand. Wie auch bei den Bau-Ideen…

Jonathan ist zwar wieder aufgetaucht, (Blog 259) doch wir sind eine Woche später immer noch keinen Schritt weiter. Es nervt langsam wirklich. Fünf Wochen und noch keinen Bau-Schritt voran. Wir haben uns ja entschieden, das Vorhaben mit ihm durch zu ziehen. Zeit, wie hier üblich in Vorkasse zu gehen und ihm eine Anzahlung zu leisten. Der Betrag ist klar und er schickt mir per Whatsapp ein Foto seiner Bankkarte. So haben wir alle Angaben zu Bezahlung. Ich schreib ihm, ich brauche eine Rechnung. Wir bezahlen schliesslich nicht einfach einen Betrag ins Blaue hinaus ohne wenigstens etwas in der Hand zu haben. Zwei Tage später bekomme ich immer noch keine Antwort. Ich hake nach und erhalte dann am Freitag ein Foto einer Excel-Tabelle von seinem Computer. Ausser Zahlen steht da aber nichts drauf. Keine Adresse, keine weiteren Angaben gar nichts. Weit entfernt von einer Rechnung. Ich schreibe ihm nochmals und höre seither nichts mehr. Warum die Offerte per Mail nicht den Weg in ein kurzes Word-Dokument mit Briefkopf findet, ist uns schleierhaft. Und wie er wohl seine Buchhaltung führt und Steuern bezahlt ist mir noch unklarer, aber natürlich egal. Unsere Buchhaltung ist schweizerisch geführt und da führt halt kein Weg an einer Rechnung vorbei. Unsere Nachbarin meinte mal: „Gute Handwerker sind halt gut in ihrem handwerklichen Bereich, haben aber von Büro-Arbeit keine Ahnung.“ Mag wohl so sein und unsere Ansprüche diesbezüglich sicher nicht hoch, doch ohne irgendwas gibt’s halt keine Zahlung. So sind wir eine Woche später mit den Nerven ein wenig mehr am Ende mit dem Bauvorhaben noch nicht mal am Anfang. Kleine Randnotiz. Wir haben diese Woche sogar noch zwei Offerten erhalten von ein und derselben Person. Nach vier Wochen. Wir wissen nicht mal mehr, wer das ist, der da offeriert.

Am Ende sind wir dafür langsam aber sicher mit dem Corona bedingten Lockdown. Es geht ab morgen runter auf Level 1 und somit sind wir der Normalität einen grossen Schritt näher. Alkohol darf nun auch am Freitag verkauft werden doch noch nicht am Wochenende. Kleinere Veranstaltungen sind erlaubt, Restaurants dürfen länger öffnen und meistens gilt die Hälfte der üblichen Kapazität als erlaubt. Maskenpflicht herrscht überall. Eine Ausgangssperre bleibt auch noch bestehen, aber nur noch von Mitternacht bis 04.00 Uhr morgens. Was das genau noch bringen soll, ist mir unklar. Die Grenzen werden ab Oktober wieder für den internationalen Tourismus geöffnet. Allerdings mit klaren Regeln. Nur wer einen negativen und bei Abflug nicht älteren als 72 Stunden Corona-Test vorweisen kann, darf einreisen. Vorausgesetzt er ist bei Einreise nicht wärmer als 38 Grad. Ansonsten droht direkt die Quarantäne. Zudem darf das Herkunftsland nicht als Risiko-Gebiet eingestuft werden und die Reise nicht über Risikoland führen. Da Risiko-Listen variable sind, werden Ferien in Südafrika ein ziemliches Glückspiel. Zudem kommen dann ja immer noch die Vorgaben des Herkunftslandes dazu. Im Moment ist einfach nicht die Zeit für globales Reisen. Gut sind wir der Tourismus-Branche entsprungen.

Man liest sich!

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Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Beat Dubs sagt:

    Lieber Sacha ud Crew! Kopf hoch, auch wir haben j eine ähnliche Situation in Südungarn und können Liedchen singen. Aber irgendwie ist es bisher immer wieder weiter gegangen und jedesmal haben wir etwas dazu gelernt. Liebe Grüsse von einem anderen Auswanderer

    Liken

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