258) Eine normale Winter-Woche und ein Todesfall

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Wir fahren neu nun jeden Samstag zum Markt, kämpfen mit der Stromversorgung und dem alten Internet-Anbieter und da war noch das Winter-Gewitter. Unsere Woche im neuen Blog.

Seit mehr oder weniger zwei Wochen geniessen wir problemlos Internet mit unserem neuen Provider. Der alte meldet sich doch tatsächlich wieder bei uns um nach zu fragen, wie es denn so geht mit unserer Verbindung. Sie sind immer noch mit der Problemlösung beschäftigt. Aber es kommt bestimmt bald gut. Sie sehen, dass die Verbindung zu uns bereits viel besser sei. Wir fassen es nicht, lachen uns halb schief und warten gespannt, was die noch alles herausfinden, bis sie merken, dass wir schon lange kein Internet mehr bei ihnen beziehen. Obwohl wir dies ihnen schon lange auch mitgeteilt haben.

Ähnlich fragil wie die letzte Internet-Verbindung ist leider mal wieder die Stromversorgung. „Alte Infrastruktur, Probleme bei der Wartung und aber vor allem das kalte und nasse Wetter“ sind der Grund dafür. Das hab nicht ich erfunden, sondern das lässt der Chef des Stromanbieters verlauten. Mit Ausnahme des Wetters sind dies alles Probleme, die auf Missmanagement hinweisen und/oder eben einen schlecht gemachten Job. Das der Chef dies einfach so verkündet und die Schuld damit bestimmt nicht bei sich und seinem Unternehmen sucht – das ist Afrika, Süd-Afrika. Für uns heisst es wieder täglich mal wieder für einige Stunden keinen Strom. Einmal sogar von langer Hand geplant – 08.00 bis 16.00 Uhr kein Strom wegen dringenden Wartungsarbeiten. Lautete die Info die wir vor ein paar Wochen bekamen. Etwas wird also doch gemacht. Schön war auch, dass statt um 16.00 Uhr der Strom bereits um 11.30 zurück kam. Gerade pünktlich um dann zur Mittagszeit mit dem geplanten Load-Shedding wieder zu verschwinden. Ja, das ist halt Südafrika.

Und dann ist endlich Samstag. Unser grosser Tag. Wir beginnen unsere Produkte selber am Markt in Montagu zu verkaufen. Bis anhin tat dies jemand als Hobby mit anderen Oliven-Produkten zusammen. Dies wurde noch so von unseren Vorgängern hier auf dem Olijvenhof initiiert. Wir freuen uns darauf. Möchten unsere Präsenz in der Stadt bei den Einheimischen und den Touristen verstärken und zusätzlich natürlich die Farm und unsere Produkte direkter Verkaufen. Wie es sich für uns Schweizer gehört, bauen wir am Freitag zu Hause in aller Ruhe den Stand einmal auf, diskutieren was wie wo feil geboten wird und planen fast alle minutiös. „Kein Südafrikaner macht das“, sagen wir uns oft. Ja, das würden sie viel mehr „ad hoc“ organisieren aber wir sind nun mal Schweizer.  Auch das bringt uns zum Schmunzeln. Entsprechend entspannt treffen wir am Samstag beim Markt ein und das Wetterglück ist uns zum Glück hold. Regen gibt’s erst nach dem Ende des Marktes. Wir sind sehr zufrieden mit dem Ertrag und freuen uns schon auf nächsten Samstag. Wöchentlich pflegen wir nun so unser Image und unsere Kunden im direkten Kontakt. Eine schöne und spannende Erfahrung. Wir sind sehr glücklich mit dem Ergebnis und nehmen die „heute war es halt ruhig, es kommt schon noch besser“ Kommentare mit innerlicher Genugtuung zur Kenntnis. Schön zu spüren, dass sich die Gemeinschaft um alle kümmert und wir wirklich willkommen und geschätzt werden mit unserem Tun. Das lässt uns noch zuversichtlicher in die kommenden Wochen und Monate schauen.

Unter der Woche zogen nämlich dunkle Wolken auf. Sie brachten Blitze, Donner und Hagel. Doch leider nicht nur dies. Ich fand am frühen Morgen, als ich unsere Schafe auf die Weide brachte, eine totes Schafe unseres Nachbarn. Als Hochträchtige war wohl die heftige Gewitternacht zu viel für die werdende Mutter, sie verstarb auf unserer Weide. Ein trauriger Anblick, aber halt auch Teil des Lebens auf einer Farm.

Man liest sich!

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