248) Winterschlaf

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Die letzten Pflege-Arbeite an den Bäumen ist geschafft. Die Covid-19-Welle rollt nun auch durch Montagu und alles weitere aus unserem Leben in dieser Woche hier im Blog.

Fertig. Alle Bäume sind nun bereit für den Winterschlaf. Endlich. Haben wir nun eine Olivenbaum-Allergie oder nicht? Wir wissen es nicht wirklich. Die Augen tränen noch ein wenig, Schnupfen vor allem am Abend gehört auch dazu. Aber schlimmer wurde es nicht. Jetzt da Winterruhe einkehrt, finden wir es wohl nicht mehr heraus in diesem Jahr. Mit Augentropfen ausgerüstet sind wir in den letzten Tagen nochmals durch die Bäume gezogen und haben so alles schadlos überstanden. Sogar Barbara trotz Sturz von der Leiter. Das Farm-Leben kann gefährlich sein und wir sollten jeweils trotz Routine nicht der Fahrlässigkeit verfallen.

Fahrlässigkeit ist natürlich auch weiterhin bezüglich Covid-19 fehl am Platz. Die Fall-Zahlen steigen weiterhin, schon fast unaufhaltsam hat man den Eindruck. Doch im internationalen Vergleich immer noch auf tiefem Niveau, insbesondere im Vergleich zur Grösse der Bevölkerung.  Doch nun ist das Virus auch in Montagu angekommen. Innerhalb von zwei Wochen von 0 auf 42 Fälle. Zuerst erwischte es im Spar einen Supermarkt-Mitarbeiter. Der Laden wurde über Nacht komplett desinfiziert und öffnete am anderen Morgen wie geplant. Dann die Tankstelle gleich neben dem Supermarkt und anschliessend noch eine Bäckerei. In allen Geschäften waren wir einen Tag vor deren Schliessung bzw. Bekanntgabe der Fälle. Doch was soll man tun. Das Leben muss ja weiter gehen, wir sind gesund, schützen uns so gut als möglich und bleiben auf der Farm. Ins Restaurant gehen fällt weiterhin aus. Obwohl die Regierung mittlerweile vor mehr als zehn Tagen deren Öffnung bekannt gab, müssen sie weiterhin geschlossen bleiben. Warten auf die Richtlinien. Und gerade mit denen lässt sich die Regierung Zeit. Unhaltbar in meinen Augen. Ich stelle mir vor, man hat als Beizer finanziell das Messer am Hals, dann folgt der Lichtblick mit der Erlaubnis zur Wieder-Eröffnung und dann wartet man geschlagene zwei Wochen oder mehr bis man dann vielleicht unter welchen Vorgaben auch immer, den Betrieb wieder hochfahren darf. Sicher wird man keinen Alkohol ausschenken dürfen. Dessen Verkauf ist ja ab 17.00 Uhr jeweils sowieso verboten und in Restaurants ganz. Raucher warten auch weiterhin und wohl noch für lange auf eine Verbesserung ihrer illegalen Lage. Schon verrückt dieses Südafrika.

Gesund sind zum Glück nicht nur wir sondern auch unsere emsigen Helfer zwischen den Bäumen: unsere Schafe. Der Tierarzt war zu Besuch, er ist ein treuer Kunde unseres Shops und hat zwischen dem Einkauf noch kurz nach den Schafen gesehen uns mit Tipps und Tricks beraten und gleich noch ein paar Stuhl-Proben eingesammelt und analysiert. Die Whatsapp-Nachricht mit dem Ergebnis folgte noch am gleichen Tag: „Kein Problem mit Würmern. Holt Euch aus der Nachbarschaft einen Bock, Schwanger im Juli/August, Lämmer im Dezember/Januar, weg von der Mutter im Mai und Lamm-Koteletts im Juni“. Man muss den Humor der Südafrikaner einfach lieben.

Man liest sich!

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