243) Public Picking

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Die Ergebnisse aus dem Labor sind da. Viele Leute bevölkern unsere Farm und da ist schon wieder eine Geschichte mit Arbeitern auf dem Olijvenhof – alles hier im sonntäglichen Blog.

Letze Woche brachten wir unsere Öle ins Labor. Diese Woche trifft bereits das mit Spannung erwartete Ergebnis ein. Alles bestens, Extra Virgin, höchste Qualität der Befund und somit steht einer erfolgreichen Lancierung unserer neuen Produkte nichts im Wege. Zum Glück, es war auch ein hartes Stück Arbeit. Doch, es hängen noch immer Oliven an den Bäumen.

Barbaras Idee, die Öffentlichkeit zu informieren und einzuladen selber Oliven zu pflücken kommt gut an. Seit Donnerstag haben wir Betrieb auf der Farm. Viele Einheimische bevölkern den Olijvenhof. Steigen auf die Leiter und versuchen sich in den nächsten Tagen und Wochen in der Produktion von Tafel-Oliven. Ein langwieriges Verfahren, das wissen wir natürlich nur zu Gut. Der Effekt, wie von uns gewünscht, einfach nur positiv. Die Menschen haben Freude am Aufenthalt auf der Farm. Realisieren wie aufwändig das Pflücken ist und weshalb also unsere und alle qualitativen Oliven-Produkte ihren Preis haben. Eine Win-Win-Situation für uns alle. Schliesslich ist es auch in unserem Interesse, dass die Bäume so bald als möglich leer geräumt sind und die Winter-Ruhe auf der Farm einkehrt. Ansonsten müssen wir eine Person anstellen, welche die Bäume leert und die Oliven fallen dann einfach auf den Boden. Unser Keller ist voll und so würden die reifen und noch guten Früchte bloss als Dünger dienen. Und vor allem das Problem mit den Arbeitern ist ja so eine Sache. Wie wir gelernt und in den vergangen Wochen zur genüge erfahren haben. Sogar auch diese Woche…

Fredi,  während der Ernte positiv aufgefallen, als Mitdenkender und mit guten Englisch-Kenntnissen, haben wir am Montag aufgeboten um die Bäume zu leeren. In einem Bereich wo die Oliven wegen des Käfers nicht mehr zu gebrauchen sind. Er arbeitet auch am Montag zu unserer Zufriedenheit, erscheint pünktlich und arbeitet speditiv. Auch am Dienstag ist er pünktlich. Alles gut, meine ich. Doch: „Ich habe eine Problem“, sagt er gleich zu Arbeitsbeginn. „Mein Handy ist ins Wasser gefallen, meine Grossmutter im Spital und meine Mutter kann mich ohne Handy nicht erreichen. Kannst Du mir ein neues Handy kaufen?“ kommt er ziemlich direkt zur Sache. Ich auch: „Nein, sicher nicht.“ Ist meine kurze Antwort. Auf eine grossartige Erklärung verzichte ich. War es bei Luwellen der Vater im Spital, ist es hier die Grossmutter. Tendenziell, mit 99% Sicherheit, ist die Geschichte falsch. Falls nicht, tut es mir natürlich leid. Aber ja, versuchen kann man es ja.

Am Nachmittag hören wir Stimmen und entdecken drei Personen, welche genau in Richtung Fredi laufen. Wir lassen das mal so sein. Nach einer Stunde, wir hören die Stimmen noch immer, ist es Zeit für mich und Fynn der Sache mal auf den Grund zu gehen. Vor allem Fynns Präsenz, wird die Sache sicher schnell klären. Wir kommen bei Fredi an, niemand mehr zu sehen. „Ich hab Stimmen gehört, waren andere Menschen hier?“ „Nicht dass ich wüsste“, Fredis Antwort. Fynn und ich brechen den Einsatz ab. Zurück beim Haus erzählt mir Barbara dass Drei wegrannten, als ich den Hang hinauf ging. Also log mich Fredi an. Am Abend konfrontieren wir Fredi mit der Lüge. „Ach die fragten mich, ob ich was zu Rauchen habe.“ „Du brauchst morgen nicht mehr zu kommen“, klären wir das Ganz kurz und knapp. Am Mittwoch fragt er bereits per Whats-App nach ob es noch eine weitere Pflücker-Runde gebe und ob er vielleicht eine permanente Anstellung bei uns bekomme. Das Handy-Problem scheint sich schnell erledigt zu haben. Seine Anfrage natürlich auch. Hat man Arbeiter, hat man einfach immer was zu erzählen… Ist man im Lockdown unter einer korrupten Regierung ebenfalls. Aber dazu wohl nächste Woche mehr.

Man liest sich!

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