224) Ernteplanung und ein „Katzen-Drama“

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Bis zu unserer ersten Ernte auf dem Olijvenhof geht es noch eine Weile, doch die Planung beginnt bereits jetzt und dann ist da noch die Sorge um die Katzen-Mutter.

Seit drei Monaten sind wir nun auf dem Olijvenhof zu Hause. Seit drei Monaten sind wir also Oliven-Farmer. Wir haben uns prima eingelebt, lernen täglich dazu und auch immer mehr und mehr über die Oliven kennen. Bald steht unsere erste Ernte an. So in rund 6 Wochen geht’s wohl los. Die Oliven gedeihen prächtig und vor uns stehen drei wichtige Beantwortungen von Fragen: Wie viele grüne Oliven sollen wir pflücken, wie viel Öl produzieren und wie viele schwarze Tafel-Oliven? Grüne Oliven sind, für die, die es nicht wissen, keine spezielle Frucht, sondern schlicht und einfach noch nicht reife Oliven. Immer wieder sind wir bei den Tastings erstaunt, wie viele Menschen dies nicht wissen. Deshalb die Erklärung. Dann ist es natürlich so, wenn wir von der Sorte „Mission“, nur diese ist als Tafel-Olive geeignet, zu viel Öl produzieren, haben wir entsprechend weniger Tafel-Oliven. Pflücken wir viele grüne Oliven, haben wir entsprechend weniger schwarze Oliven oder weniger Öl. Einfacher ist es bei der anderen Hälfte der Bäume – „Frantoio“ – diese eignen sich ausschliesslich für die Produktion von Öl. Doch auch hier entsteht viel Handlungsspielraum. Pflückt man die Oliven früh, wenn sie so knapp zur Hälfte reif sind, entsteht ein herbes Oliven-Öl mit vielen Bitterstoffen. Genau das richtige für den Liebhaber von klassischem Oliven-Öl. Ernten wir später, verlieren wir ein wenig den Charakter, die Olive enthält dann aber bedeutend mehr Öl. Fragen über Fragen also und entsprechend sammeln wir Erkenntnisse seit wir hier sind. Gut haben wir die Tastings. Diese liefern uns quasi Ergebnisse einer kleinen Marktstudie. Mitunter deshalb haben wir sie eingeführt. Im Gespräch mit den Besuchern erfahren wir genau was sie mögen und weshalb. Natürlich gilt es auch noch die Verkaufszahlen zu berücksichtigen. Bis zum Erntezeitpunkt haben wir dann bereits einen guten Überblick. Zusammen mit den Lagerbeständen, unseren Ideen und Wünschen stellen wir bis Ende Februar einen konkreten Ernteplan zusammen. Dann sollte die grüne Olive ungefähr so weit sein und die Frantoio-Olive ebenfalls. Diese wächst und reift schneller als die Mission-Olive. Diese Gedankengänge, Ziele zu definieren, neue Kunden für unsere Produkte zu gewinnen und das generelle Leben auf dem Olijvenhof in Montagu ist genau die Challenge die wir gesucht und nun gefunden haben. Das Farm-Leben ist vielseitig, abwechslungsreich und fast jeder Tag birgt Überraschungen. Nicht immer nur positive.

Zu uns gehört nun auch das Leben mit den neuesten Bewohnern, den Katzen. Die Mutter ist weg. Spurlos verschwunden. Tage lange rätseln wir, was wohl passiert ist. Ist ihr etwas geschehen? Zog sie weiter? Kommt sie wieder? Oder ist es einfach der Lauf der Natur? Sind die Katzen-Kinder schon soweit auf eigenen Beinen zu stehen? Weiss die Katzenmutter ihre Kinder bei uns in guten Händen und ist nun weg? Wir glauben mittlerweile genau so ist es. Aus dem Nichts tauchte sie auf. Liess sich von uns Füttern, streicheln und verwöhnen. Zeigte uns dann nach einigen Tagen ihre Jungen. Nun ist die Katzen-Mutter plötzlich weg. Sie hatte wohl einen Plan… er ist aufgegangen.

Man liest sich!

 

 

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