220) Alles im Griff?!

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Ein wenig Alltag kehrt nun langsam ein. Nach bald zweieinhalb Monaten ist das auch gut so. Und trotzdem läuft nie alles wie geplant in Südafrika.

Vielleicht ist es die erste ganz normale Woche auf dem Olijvenhof. So langsam kehrt eine gewisse Routine bei den täglichen Arbeiten ein. Doch normal und langweilig ist eine Woche deshalb noch lange nicht. Schliesslich leben wir in Afrika – in Südafrika. Da sind zum Beispiel die nun täglich wiederkehrenden Stromausfälle. Eskom hat die Stromversorgung überhaupt nicht mehr im Griff. „Nasse Kohle sei schuld“, wird gemeldet. Wieso wird denn die Kohle überhaupt nass? Gut, in nördlichen Gebieten des Landes hat es extrem geregnet diese Woche. Doch trotzdem, man hat doch irgendwann mal Planen, Dächer oder Container erfunden. Und, Kohle wird übrigens sogar genässt, damit sie mit der richtigen Feuchtigkeit mehr Druck im Kessel erzeugt. Einmal mehr sind das Missmanagement und die mangelnden Unterhaltsarbeiten schuld. Nervig sind diese Stromausfälle allemal und werfen natürlich kein gutes Licht auf einen vermeintlichen Wirtschafts-Aufschwung in Südafrika. Zumal in der gleichen Woche auch noch die staatliche Airline in gehörige Turbulenzen geraten ist. Doch eben, uns beschäftigen höchstens die Stromausfälle. Mehrmals pro Tag für zweieinhalb Stunden ohne Strom zu sein, schränkt ein. Vor allem die Bewässerung der Bäume kann so nicht wie geplant ausgeführt werden und nun im Sommer, wenn die Oliven so langsam gedeihen, müssen die Bäume vor Stress geschützt werden. Also stressen Stromausfälle uns und die Bäume.

Diese Woche werden die Bäume nicht nur bewässert sondern mit dem Wasser wird ihnen noch Power mit auf den Weg gegeben. Düngung im biologischen Sinne. Wir möchten so wenig wie nur möglich in die Natur eingreifen und gleichen hauptsächlich Mängel in der Erde aus und gleichen bei den Bäumen ihren zweijährigen Zyklen ein bisschen aus. Gift soll es gar nicht sein und hier haben wir das Glück zu den Oliven-Bauern in der nördlichen Hemisphäre. Der grösste Schädling kann in Südafrika nicht überleben und spielt somit keine Rolle: die Oliven-Fliege. All dieses Wissen erarbeiten wir uns selber oder bekommen Inputs und Unterstützung vom Verband der Olivenbauern in Südafrika. Bei Problemen sogar auch die direkten Kontakte zu Professoren an den Universitäten. Das ist und bleibt eindrücklich, wie ein miteinander funktioniert. So bin ich auf dem Felde langsam „Herr der Bäume“ und Barbara im Keller „Frau der Veredelung“. Stolz lancieren wir diese Woche ein neues Öliven-Öl mit Zitronen-Geschmack. „Perfekt zu Fisch und Poulet oder um im Salat – sommerliche fruchtige Akzente setzen“ – so in etwa unser Slogan. Und das Produkt kommt an. Die Resonanz ist unglaublich und das erfüllt uns und vor allem Barbara als „Entwicklerin“ des Produkts mit Stolz. Das ist so sinnbildlich für unser neues Leben auf dem Olijvenhof – probieren, tüfteln, entwickeln und am Schluss auf den Markt damit. Da alles bis zum letzten Schritt immer auf der Farm passiert, kann wenig schief gehen.

Man liest sich!

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