210) Angekommen um zum Bleiben

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Ein Umzug alleine kann schon stressig sein, was uns zusätzlich noch auf Trab hält und wie wir angekommen sind – alles im neuen Blog, aus dem Olijvenhof in Montagu.

 

Montagmorgen noch bevor die Zügelmänner eintreffen, fahre ich los. Essig kaufen. Zwei 20 Liter Kanister brauner Essig sollen es sein. Die Essigfabrik ist in Somerset West und frisch ab Fabrik kosten 20 Liter in etwa so viel, wie eine normale Flasche im Supermarkt. Wir brauchen die für die zukünftige Produktion der Tafeloliven. Der Vorbesitzer gab uns noch den Tipp, leider erst am Freitagabend. So hoffe ich, das erledigt sich schnell. Es geht aber so. Mehr als eine Stunde vertrödle ich damit. Zu Hause läuft der Umzug bereits auf Hochtouren. Die Zügel-Crew trifft pünktlich ein und Barbara schreibt mir bereits früh: „das Wohnzimmer ist schon leer.“ Irgendwann bin auch ich wieder zurück und nun gibt es nicht mehr so viel zu tun. Die Crew arbeitet vorsichtig und ohne Unterbruch. Es läuft also. Immer mal wieder fragen wir uns, „passt alles in den Lastwagen?“ „Natürlich, das sind Profis“, spreche ich mir selber Mut zu. Obwohl, unser Problem wäre es ja nur bedingt, schliesslich war der Chef persönlich vor einigen Wochen zur Besichtigung vor Ort. Das Haus ist mittlerweile leer, unser Vorplatz dafür umso voller.

Packen 1

Das Einladen braucht immer mehr Zeit. Zusammen mit unseren Nachfolgern in der Africa-Lodge, schauen wir dem Treiben zu. Langsam aber sicher merken auch die Zügelmänner, dass es knapp wird mit dem Platz. Zum Glück haben wir Barbaras Wunsch entsprochen und vieles noch auseinander geschraubt. Was wir nicht auseinander genommen haben, nehmen nun noch die Zügelmänner an die Hand. Eine Stunde geht das so, dann schliesst sich die Tür zum proppenvollen Lastwagen und einzig unsere grosse lange Leiter bleibt draussen. „Was passiert damit“, frage ich mich. Ganz einfach sie wird aussen an den Lastwagen gebunden. Zügeln auf afrikanisch.

Bevor die Crew los fährt, frage ich den Chauffeur noch nach seiner Höchstgeschwindigkeit – „75 bis 80 km/h“. Wir werden also einen grossen Zeitvorsprung haben, bis unser Hab und Gut auf dem OLIJVENHOF ankommt. Schliesslich fahren wir einen grossen Teil der Strecke auf der Autobahn, da gilt 120 als Höchstgeschwindigkeit. Ein kurzer Schwatz noch mit unseren Nachfolgern und schon packen wir, die nun doch ein wenig nervösen Fynn und Ziva ins Auto und sagen Adieu zur Africa-Lodge, Adieu zu unserem alten, neuen Leben in Südafrika und fahren los. Zwei Stopps den Hunden und unserem Hunger zu liebe, sind geplant. Den Umzugs-Lastwagen überholen wir schon nach wenigen Minuten Fahrzeit. Ohne Zwischenfälle erreichen wir nach drei Stunden unser neues zu Hause. Jetzt lassen wir erst einmal die Hunde raus. Sie haben trotz dem Stress noch viel Energie und toben sich im Garten aus. Wir packen erste Sachen aus unserem Auto und warten. Es dauert eine Weile, dann fährt der Lastwagen vor, die Leiter hängt noch wo sie hängen soll.

Die Möbel kommen

Fynn und Ziva fühlen sich schon zu Hause und begrüssen alle Arbeiter mit lautem Gebell. Das Abladen geht zügig, wir sind hauptsächlich damit beschäftigt, alle schleppenden Männer in die richtigen Zimmer zu leiten. Alles verläuft reibungslos und schnell ist die Zügelcrew wieder auf dem Heimweg.

Nun sind wir also da, in unserem neuen zu Hause. Noch ohne Internet, ohne Fernsehen und müde sind wir sowieso auch schon. Also machen wir uns nach einer Stärkung gleich ans einrichten. Möbel rücken, Möbel zusammen schrauben und Kisten auspacken. Irgendwann sind wir zu müde für alles und versuchen ohne irgendwelchen Autolärm, sonstige Geräusche und wenn doch, komplett neue, irgendwie zu schlafen.

Eine Woche haben wir eingeplant uns häuslich einzurichten, die Umgebung kennen zu lernen, bevor wir uns ins Oliven-Business stürzen. Der erste Tag auf der Farm lehrt uns bereits, dass Pläne da sind um verändert zu werden. Bestellungen sind eingegangen. Zum Glück arbeitet am Mittwoch unsere Kellermitarbeiterin und sie erledigt diese Bestellungen speditiv.

 

Schön wenn das Business gleich läuft und unsere Pläne deshalb über Bord geschmissen werden. Zeitgleich trifft die Internet-Firma wie vereinbart ein. Montiert die Schüssel für den Internet-Empfang, richtet alles ein und bringt uns zurück ins World-Wide-Web. Zum Glück. Denn irgendwie ging das Pesto-Rezept bei der Übergabe vergessen und es sollten noch mehrere Kilo davon produziert werden. Per Email trifft es ein, doch einige Zutaten sind nicht an Lager. Schnell nach Montagu und in mehreren Läden alles zusammen kaufen. Auch das wäre erledigt. Alles ist bereit zur Auslieferung. Zwischen Schachteln und in halb aufgebautem Büro machen wir uns noch mit dem neuen Buchhaltungsprogramm vertraut. Drucken Rechnung und Lieferscheine aus, alles läuft wie am Schnürchen und alles wird pünktlich und korrekt zum Kunden gebracht. Es ist viel, was da auf uns einprasselt. Wir haben es geschafft und freuen uns auf Woche zwei in unserem neuen Leben im neuen Leben.

Man liest sich!

 

www.olijvenhof.co.za       www.sanbasa.com

 

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