207) Africa-Lodge: CLOSED

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Es geht in grossen Schritten Richtung Montagu. Es wird gepackt, geplant und auch unerfreulich Abschied genommen – alles im Detail, hier im neuen Blog.

Jetzt ist es soweit – die Africa-Lodge ist Geschichte. Für uns, für immer und für die Africa-Lodge mindestens für zwei, drei Jahre. Soweit mindestens die Pläne der neuen Eigentümer. Das heisst nun, wir sind intensiv am Kisten packen, ausmisten, aufräumen, putzen und was alles noch so anfällt, wenn man umzieht. Das alles hält uns auf Trab. Mindestens Halbtags, wir haben uns so eingerichtet, dass wir morgens am Umzug arbeiten und nachmittags Zeit für uns und für die Hunde haben. Für ein bisschen Ferien zwischen dem Umzug soll auch nach Platz sein. Mit einem knapp gefüllten Container sind wir ausgewandert, mit einem gut gefüllten Container werden wir nach Montagu ziehen. Einiges ist hinzu gekommen und vor allem zieht mit uns auch einiges aus dem Gästehaus mit. Schliesslich haben wir auch auf dem Olijvenhof Platz für Gäste und wer weiss, was unsere Pläne in Montagu noch mit sich bringen. Zu viel weggeschmissen haben wir bei der Auswanderung, das soll uns nicht noch einmal passieren. Aber ja, die Zeit des Umzuges kommt näher, wir freuen uns sehr und wie immer bei einem Umzug gilt: es könnte nun langsam los gehen. Nebst Kisten packen steigt vor allem auch die Ungeduld und die Vorfreude. Doch vieles wird nun konkreter und die Zeit eilt. Die Absprache mit den Vorbesitzern unserer Farm wird intensiver und auch unsere Nachfolger werden in mehr als einer Woche nach Südafrika zu uns reisen, damit die Hausübergabe geregelt über die Bühne gehen kann.

Leider gehört natürlich zu einem Umzug auch immer Abschied nehmen dazu. Auch wenn zwei Stunden Fahrzeit für südafrikanische Verhältnisse fast um die Ecke sind, verlassen wir doch eine Region. Einige Restaurant-Besuche möchten wir noch fürs Abendessen einplanen, dann noch die eine oder andere Runde Golf spielen und vielleicht noch bei zwei, drei Weingüter vorbei schauen. Auch wenn wir nachher dies alles noch immer zur Verfügung haben, wir haben doch vieles schätzen gelernt in den letzten vier Jahren. Hinzu kommt der Abschied von unseren Mitarbeitern. Diese haben wir nun über den Verkauf und den Umzug informiert. Wer nun denkt, dass sei unverschämt spät – hauptsächlich der lese nun weiter. Es ist immer so eine Sache mit den Angestellten…

Unser Gärtner ist gerade auf Heimaturlaub und weiss noch nichts. Unser Domestic Workerin Beauty haben wir letzten Donnerstag informiert und ihr gesagt, dass sie bis Ende Monat noch einmal in der Woche, jeweils donnerstags arbeiten kann. Mitarbeiter zu entlassen ist nie einfach. Erfreut war sie entsprechend nicht, denn die Jobsuche ist in Südafrika gar nicht einfach. Diesen Donnerstag warten wir auf sie. Wir warteten lange und schreiben ihr irgendwann eine Nachricht, wo sie denn bleibe. Auf die Antwort warten wir den ganzen Tag. Gegen Abend schreibt sie uns: „es ist nicht fair, dass ich nur noch donnerstags arbeiten kann und nachher gar nicht mehr, schliesslich hab ich ein Kind zu ernähren.“ Mit anderen Worten, es ist ganz alleine unser Problem, dass sie nun am Donnerstag zu Hause sitzt und nichts verdient. Andere Länder nicht nur andere Sitten, sondern auch andere Logik. Wer nun denkt, es war nicht fair, die Angestellten so spät zu informieren, der weiss nun hoffentlich weshalb wir das taten. Auch vor drei Monaten, wäre die Reaktion keine andere gewesen, bloss da waren wir noch ein Gästehaus und hätten arge Probleme ohne Mitarbeiter gehabt. So läuft es halt in Südafrika.

Man liest sich!

 

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