171) Was Gäste zu erzählen haben

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Was Gäste aus aller Welt in der AFRICA-LODGE berichten und wieso der Ex-Präsident plötzlich wieder zum politischen Thema wird. Alles hier im neuen Blog.

Das Raclette schmeckte einmal mehr vorzüglich und ist nun verdaut, unsere Lodge ziemlich voll und entsprechend illuster unsere Gästeschar. Von Familie über Freunde bis hin zu „fremden“ ist alles vertreten. Bewohner eines neuen Landes als Gäste gibt es zu feiern. Franzosen aus „la Réunion“. Genau das macht unser Leben spannend und abwechslungsreich während der Saison – wann hätten wir sonst, ausser als Touristen, Menschen aus la Réunion kennen gelernt? – diese Gäste erkennt man übrigens am Morgen beim Frühstück unter all den anderen Besuchern, aus Europa problemlos. Die 22 Grad zum Frühstück sind in ihren Augen und in ihrem Empfinden tiefer und wohl nie erlebter Winter. Entsprechend fallen sie mit Pullover und Jeans zwischen all den anderen Shorts und T-Shirt Trägern sehr sympathisch auf. Sie sind es auch, die mir eine Geschichte erzählen, die es so leider als Tourist in Südafrika oft zu erleben gibt, eine Polizei-Kontrolle.

Zu schnelles Fahren wurde ihnen angekreidet. Von einer Polizeistreife irgendwo im nirgendwo. Die Busse ist für südafrikanische Verhältnisse happig. 2000 südafrikanische Rand. Der Polizist kontrolliert alle Papiere und redet lange um den heissen Brei. Erzählt aber immer wieder von diesen 2000 Rand Busse. Doch er kommt nicht so recht auf den Punkt. Unsere Gäste erkennen wohl das Spiel, wollen aber irgendwie auch einfach raus aus dieser Geschichte und keine unnötige Urlaubszeit verlieren. „Wieviel hab ich zu bezahlen?“, fragen sie also konkret und genervt. „Ja eben, es seien eigentlich 2000 Rand für dieses Vergehen“, antwortet der Polizist immer noch ein wenig unsicher. Lange Rede, kurzer Sinn, sie geben ihm die 2000 Rand und wollen einfach nur weiter fahren. Eine Bitte von mir – macht das nie! Wie so vieles, waren auch diese zwei Polizisten einfach nur korrupt und auf der Suche nach dem schnellen Geld um ihr mieses Gehalt auf zu bessern. Die Lösung wäre einfach und sollte jeder Südafrika-Tourist wissen. Polizisten nehmen nie Bargeld, das Risiko wäre ihnen schlicht zu gross, später überfallen zu werden. Also ist die Lösung: man akzeptiert die Busse, sagt man bezahle mit Kreditkarte und komme gerne mit auf den nächsten Polizei-Posten. Die Polizisten, sind sie „unecht“ sind dann schnell weg und ihr wieder auf der Strasse. Es gibt sogar einen Zettel, den man online runterladen und ausdrucken kann – „Nein, zu Korruption bei der Polizei“ – hat man diesen dabei, zeigt man den zum Beispiel zusammen mit dem Ausweis und schon ist der Spuk vorbei und dem Polizisten klar, ihr wisst worum es geht.

Und apropos Korruption. Es macht das Gerücht die Runde, dass für die grossen Wahlen nächstes Jahr, auf einer Liste von zukünftigen Mitgliedern das Parlamentes auch der Name des ehemaligen Präsidenten steht. Das würde heissen, dass der von vielen um nicht zu sagen unzähligen Skandalen umgebene Ex-Präsident Zuma wiederum ins Parlament einziehen könnte. Er würde dadurch allerdings seinen Status als Ex-Präsident verlieren und damit auch auf 3 Millionen Rand Rente jährlich verzichten, zuzutrauen ist ihm alles. Und seiner Partei, absolut uneinsichtig, scheinbar sowieso. Wie kann man nur. Doch das ist Zukunftsmusik – genau so, wie das Jahr 2019, in welches wir bald rutschen. Frohes neues Jahr, und eines sei versichert, für uns bringt es Veränderungen, ganz bestimmt. – demnächst mehr.

Man liest sich!

 

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