167) Was fliesst und was nicht

am

Den staatlichen Betrieben geht’s wirklich schlecht – was das unter anderem für Auswirkungen hat und weshalb das Wasser nun wieder richtig fliessen kann – im neuen Blog

Eines vorweg. Die Abstimmungsunterlagen für den Urnengang von Ende November, sind drei Tage nach dem Abstimmungswochenende angekommen. Also zumindest die von Barbara. Auf alle anderen warten wir noch. Tatsächlich kam diese Woche der Briefträger und wir hatten gleich mehrere Briefe im Kasten. Schon verrückt, wie das alles nicht funktioniert.

Das Gleiche gilt auch für den ausgehöhlten Stromanbieter Eskom. Geplante Stromabschaltungen sind nun wieder an der Tagesordnung. Gibt’s keinen Strom, wird Strom gespart, so einfach ist das. Die Gründe? – zu wenig Kohle – Geld und wirklich Kohle und einfach ein schlechtes nicht wirklich unterhaltenes Netz. Gibt’s einen Blackout in einer Region, dann gerade richtig. In den letzten Tagen waren Gebiete für 13 Stunden ohne Strom. Schön für den Kühlschrank, die Tiefkühltruhe und für alle die von zu Hause aus arbeiten. 31 Milliarden Schweizer Franken – so hoch ist der staatliche Stromanbieter verschuldet. Also eigentlich mehr als komplett Pleite. So ist es schwierig, geplante neue Kraftwerke zu bauen, die Sanierung der alten Anlagen voranzutreiben und gleichzeitig die Stromversorgung aufrecht zu erhalten. Nun wird mitgeteilt, die Südafrikaner sollen sich einmal mehr (es gab schon 2007 und 2015 eine ähnliche Situation) wieder mit Kerzen eindecken und bereit sein, Wasser der aufgetauten Kühltruhen aufzuwischen und im Strassenverkehr ohne Ampeln zu fahren. Kopfschüttelnd sei anzumerken, dass der Gewinn von Eskom im ersten halben Jahr um 89% (!) gesunken ist, während die Ausgaben um 30% stiegen. Interessant. Wir wiederum beziehen unseren Strom direkt von der Stadt Kapstadt und sind deshalb nicht in dem Masse oder vielleicht gar nicht (?) davon betroffen. Bis jetzt floss der Strom auf jeden Fall ohne Unterbruch. Unser Strom erreicht uns direkt von einem Wasserkraftwerk in unserer Nähe.

Fliessen wird auch das Wasser. Von Level 6b via Level 5 werden die Wasserrestriktionen per 1.12.18 direkt auf Level 3 zurück gestuft. Die Krise ist also vorbei und man darf schon fast wieder Wasser verschwenden. Ich bin wirklich gespannt wie das endet. Die Herabsetzung der Restriktionen hat nicht nur einen Einfluss auf den erlaubten Verbrauch, sondern auch auf die Kosten. Gerade deshalb war der Druck der Bevölkerung auf die Regierung gross. Die Tarife sinken nun. Ich bin einfach unsicher wohin das führen wird. Wird trotzdem weiter vernünftig mit dem Wasser umgegangen oder fallen die Südafrikaner zurück in alte, verschwenderische Gewohnheiten? Um mehr als die Hälfte konnte der Wasserverbrauch mit all den vergangenen Massnahmen gesenkt werden. Und nun, nach einem normalen Winter mit ein bisschen mehr Regen als gewöhnlich, werden die Vorgaben so stark gesenkt? Kommt das gut? Nur die Zukunft wird uns das verraten. Immerhin galt zuletzt vor zweieinhalb Jahren Level 3 als Vorgabe. ((Blog 60)) Und kein Jahr ist es her, als in aller Welt geschrieben wurde, dass Kapstadt die erste Metropole ohne Wasser sein wird. Day Zero war damals auf März 18 angekündigt. Hoffen wir das beste.

Man liest sich!

 

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