160) Schlagzeilen aus Südafrika

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Was diese Woche im Blätterwald geschrieben wurde und weshalb wir Grund zum Feiern haben – im neuen Blog.

In Südafrika wurde eine Bank überfallen. 53 Täter wurden überführt. 53 (!) es waren alles Mitarbeiter der Bank, die sich über 112 Millionen Euro selber ausbezahlten. Geld für Leistungen, welche sie nie erbrachten. Die Bank hat übrigens 87 Mitarbeiter. Das gibt’s doch nur in Südafrika, oder?

Der Finanzminister ist zurückgetreten. Er hat gelogen. Er sagte vor Journalisten, dass er die indische Unternehmer Familie Gupta nie getroffen habe, vielleicht einmal an einem Anlass, aber sonst nie. Die Medienschaffenden konnten ihm nun nachweisen, dass er mindestens sechsmal auf dem privat Grundstück der Guptas war. Der Präsident war not amused. Nun trat der Finanzminister zurück, freiwillig, mehr oder weniger. Er ist übrigens einer der ersten, wenn nicht sogar der erste Minister überhaupt, welcher aus eignen Stücken seinen Rücktritt erklärt. Alle anderen, welche in der Vergangenheit ihr Amt niederlegten, mussten mehr oder weniger aus dem Kabinett geprügelt, gezogen oder verdammt werden. Selbst dann, wenn ihre korrupten Machenschaften oder Selbst-Bereicherungen schon lange bewiesen waren. Solche politische Sesselkleber gibt’s doch nur in Südafrika, oder?

Ironisch irgendwie, dass es genau dieser Finanzminister war, der sich gegen die Atompläne des damaligen Präsidenten Zuma wehrte. Atompläne, welche Zuma und seiner nahestehenden Gupta Familie noch viel mehr Geld in die Taschen gespült und Südafrika in den totalen Ruin getrieben hätten. Er ist nun also das erste Opfer, der angekündigten Säuberung des neuen Präsidenten. Dabei gibt es nun Gerüchte, dass der ehemalige Präsident Zuma, immer noch viele Gleichgesinnte um sich schart und einen „Putsch“ des amtierenden Präsidenten im Schilde führt. Unglaublich, wieviele Minister und auch Wähler von Südafrika diesem korrupten Verbrecher noch folgen. Auch das gibt’s nur in Südafrika, oder?

Fynn knurrt beim gemütlichen Fernseh-Abend. Er bellt, er will raus in den Garten. Sofort rennt er Richtung Nachbargrundstück, wo der Hausbau langsam in die finale Phase geht. Tatsächlich erkenne ich im Dämmerungslicht eine Person. Fynn ist ausser sich. Ich spreche kurz mit dem schwarzen Bauarbeiter und gehe mit Fynn zurück ins Haus. „Ich wohne hier“, hat er mir gesagt. Komisch. Wir schreiben dem bauenden Nachbarn eine Whatsapp Nachricht. Und dieser bestätigt umgehend, „ja, der wohnt dort, aus Sicherheitsgründen.“ Ein Haus im Rohbau, bzw. mit beginnendem Innenausbau, das muss bewacht werden. Am besten mit jemandem der permanent dort lebt. Das macht Sinn und gibt’s wohl nur in Südafrika, oder?

„Pik Botha“ ist gestorben diese Woche. Er war der letzte südafrikanische Aussenminister während der Apartheid und anschliessend sogar noch Minister in der neuen, schwarzen Regierung. Er sorgte in den 80er Jahren für einen riesen Eklat, als er verkündete, „er könne sich einen schwarzen Präsidenten für Südafrika vorstellen“. Das gibt’s zum Glück nicht mehr in Südafrika.

Und wir haben Grund zum Feiern. Nicht nur wir sind seit drei Jahren in der AFRICA-LODGE zu Hause, auch Fynn. Wie die Zeit vergeht. Und wir feiern die Rückkehr von „Fritz der Kröte“. Wie jeden Sommer geniesst „Fritz“ nach heissen Sommertagen, die Abkühlung im Wassernapf von Ziva & Fynn. Doch irgendwie ist er über den Winter kleiner geworden…

Man liest sich!

 

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