152) Die ersten Gäste, die schon fast da waren…

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Wir erleben eine typische Winter-Woche mit sonnigen Highlights im Garten und regnerischen Momenten im Wohnzimmer, zudem hatten wir schon fast Gäste – wie die Woche war, hier im neuen Blog.

Ja, Südafrika hat viel zu tun. Nach den Reaktionen des letzten Blogs empfinde ich auf Grund der Reaktionen fast Mitgefühl. Mitgefühl mit uns oder auch mit Südafrika. Beides ist nicht nötig. Alles ist selbstgemacht und wir, wir sind ja freiwillig hier. So schlimm ist die Situation irgendwie auch nicht. Bestimmt nicht für uns. Unser Leben ist eigentlich perfekt. Wie immer sage ich, wir leben wie in einer Blase hier in Südafrika. Unbetroffen von den negativen Seiten, geniessen und erleben wir die Schönheit dieses herrlichen Landes. Genau so, ergeht es auch den Touristen. Die Wasserknappheit ist in unserer Region überwunden, die Kriminalität findet nicht dort statt wo wir leben oder Touristen unterwegs sind. Somit ist es einfach traumhaft. Und trotzdem bemühe ich mich, auch immer den Blick auf ausserhalb unserer Blase zu wagen.

Wir geniessen die Ruhe und den Winter sehr. Sonnige Wintertage bescheren uns Stunden im Liegestuhl in kurzen Hosen an der Sonne. Regnerische Wintertage finden auf dem Sofa in der Stube vor dem Kamin statt. Beide Ort laden zum relaxen, lesen oder einfach „sein“ ein. Etwas was wir in unserem alten Leben viel zu selten geniessen konnten. So vertreiben wir uns die Zeit mit allerlei Unterhaltsarbeiten oder auch dem backen und kochen. Weihnachtsguetsli sind neu auf unserem Menüplan. Spitzbuebe, Vanille-Gipfeli und Chräbeli. Das alles im August, aber bei uns passts. Zeit ist immer ein kostbares Gut. Und wenn man genügend davon hat, lernt man sie erst richtig schätzen. So wird in der Küche immer mal wieder was Neues ausprobiert, das ist spannend und erfüllend. Zudem lassen sich so die Batterien wunderbar aufladen für die hektischere Zeit, die immer näher kommt. Die nächsten Gäste waren schon fast da…

Es klingelt am Gate und eine ältere Frau erklärt mir, dass sie in unserer Nachbarschaft wohne und ihr Mann letzte Woche verstorben sei. Nun sind Verwandte auf der Suche nach einer Unterkunft in ihrer Nähe, ob wir Zimmer frei haben. Haben wir und die Verwandten melden sich auch noch am selben Tag, um Zimmer zu reservieren. Die Rechnung für die Vorauszahlung wird verschickt um tags darauf wiederum eine Email zu bekommen, dass sich die Pläne geändert haben und sie nun in Kapstadt selber wohnen werden. Kein Problem, wir kennen das ja mit den unverbindlichen Südafrikanern (Blog 106). Doch nur einen Tag später würden sie nun doch gerne wieder kommen, doch auch daraus wird nichts. An all dieses hin und her der Südafrikaner haben wir uns schon längst gewohnt und amüsieren uns immer mal wieder über Facebook-Einträge von anderen Gästehausbesitzern, die vor solchen „Buchungen“ warnen. Selbst Südafrikaner haben sich scheinbar noch nicht an diese Gepflogenheit gewöhnt.

Zudem feierten wir den dritten Geburtstag von Fynn. Er, der fast seit Beginn unserer Auswanderung bei uns lebt, erinnert uns beinahe pünktlich an unser Jubiläum Ende September.

Man liest sich!

 

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