147) Der Alltag hat uns wieder

am

Wintergrippe, neuer Bodenbelag und Gäste in der Winterpause – es läuft vieles in der AFRICA-LODGE.

Nun sind wir wieder richtig zurück, zurück im südafrikanischen Leben, im südafrikanischen Winter. Und wie es sich im Winter gehört, sind wir zuerst einmal krank. Wintergrippe oder Wintererkältung. Die tiefen Temperaturen im (!) Flughafen Johannesburg haben uns wohl, auf unserer Heimreise, krank gemacht. Am Wetter liegt es nicht. Mit Tages-Temperaturen über 20 Grad kommen die Winter Temperaturen, der Schweizer Sommer-Wärme schon recht nahe. Doch wir täuschen keine Schwäche vor und packen unser grosses Winter-Projekt an.

Endlich soll der Teppich in unserem Schlafzimmer rausfliegen. Teppichbelag mögen wir beide nicht und mit Hunden gibt es wohl nichts unpraktischeres. Also, rausreissen. Körperlich doch ein wenig mehr geschwächt als wir uns zugestehen, dauert es fast einen Tag bis Teppich, Unterboden, Sockelleisten und alle Nägel und Kleberesten verschwunden sind. Hinzu kommt, das Zimmer bleibt teilweise möbliert während des Umbaus und so raubt das Möbel-Rücken zusätzlich an Kraft und Nerven. Irgendwann ist der Teppich doch noch draussen und wird entsorgt. Nicht ganz, er wird wohl zur Müll-Deponie gebracht, doch dort endet der Teppich im Recycling-Shop und wird nochmals, für was auch immer, verwendet. Apropos was auch immer – einige Zier-Kissen fallen ebenfalls der neu-Gestaltung zum Opfer. Statt wegschmeissen, frage ich unseren Gärtner ob er sie möchte. Seine Antwort: „ich weiss nicht warum, aber ich nehme sie gerne“.

Der neue Klick-Laminat-Boden ist schneller ausgesucht, als gekauft und vor allem als verlegt. Länger als eine halbe Stunde dauert die Abholung, Eile herrscht halt in Südafrika selten. Wir passen das Arbeitstempo dem Niesen, Husten und Schnäuzen an und der ganze Einbau wird zum Wochen-Projekt. Schliesslich führt eine runde Treppe in den offenen Raum und so muss jedes Brett gesägt werden und aus Schmutz-Gründen wird in der Garage gesägt. Zusammen mit dem ewigen Möbel-Rücken ein weiterer zusätzlicher Aufwand. Egal, wir haben es hinbekommen, wurden freitags fertig und sind mit dem Ergebnis mehr als zufrieden.

Die Müll-Abfuhr, wird wohl mehr und mehr zum Problem. Seit einiger Zeit häufen sich auf Facebook die Reklamationen, dass Mülleimer nicht geleert werden. Uns fiel bloss auf, dass sie bei uns immer später kommen. Manchmal kurz vor elf Uhr nachts. Nun kamen sie diese Woche auch bei uns, gar nicht mehr. Überall liest man, dass sie stetig später kamen oder eben irgendwann gar nicht mehr. Wir liessen den Abfall mal noch hoffnungsfroh einen Tag länger draussen, aber abgeholt wurde er nicht mehr. Hoffen wir auf nächste Woche. Seit einigen Monaten ist mit diesem Job eine neue Firma beauftragt. Und man liest, dass denen halt mal ein Chauffeur fehlt, ein Müllwagen defekt ausfällt oder zu wenige Mitarbeiter zur Arbeit erscheinen. Alles Erklärungen, welche Einleuchten und es ist ja eben nur der Müll, der mal nicht abgeholt wird. Doch es ist sinnbildlich sehr passend. Staatliches wird stetig teurer, die Dienst- oder generell Leistungen stagnieren oder fallen ganz aus. Ein immer grösser werdendes Problem, wenn man sich nur noch auf privates verlassen kann und das Vertrauen in den Staat, bei Weiss, Farbig und Schwarz immer mehr verloren geht.

Nun holen wir die AFRICA-LODGE aus dem Winterschlaf. Für einige Tage sind wir zurück im Gästehaus-Leben. Gäste aus der Schweiz bringen Bewegung in unsere Winterpause.

Man liest sich!

 

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