140) Das erleichterte Leben

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Es gab was zu bauen, ein Eisberg soll verschoben werden und was uns das Leben am Kap erleichtert – alles im neuen Blog.

Nachdem wir schon eine gefühlte Ewigkeit brauchten, bis unsere Klingel vor dem Gate endlich wie gewünscht funktionierte, währte unsere Freude über das High-Tech-Ding nur etwa drei Monate. Plötzlich von einem Tag auf den anderen, geht gar nichts mehr. Die Klingel ist einfach so offline. Ist sie kaputt? Zerstört vom Regen? Könnte sein. Also abmontieren und direkt am Stromanschluss in der Garage probieren. Sie funktioniert. Das ist eigentlich fast die schlimmere Nachricht. Denn das Stromkabel zur Klingel ist fest im Boden verlegt und das Kabel führt durch eine Mauer-Säule hindurch nach draussen. Vielleicht können wir das Kabel einfach rausziehen und ein Neues verlegen. Wir ziehen und stossen an beiden Enden, doch nichts passiert. Ein Fachmann muss her. Am Tag darauf steht der Elektriker auf der Matte, schaut sich das alles an und sagt: „es besteht eine Verbindung zwischen Gate-Motor und Klingel. Vor Gate-Motoren lass ich die Finger, da kenn ich mich nicht aus.“ Prima, ein Elektriker, der vor elektronischen Geräten die Finger lässt. Wir suchen nun einen Elektriker, der sich nicht nur mit Strom, sondern auch mit elektrischen Geräten auskennt. Dieser steht am nächsten Tag auf dem Hof und kommt schnell zur Erkenntnis: „Das Beste ist, wir verlegen einfach ein neues Kabel direkt zur Klingel und alles kommt gut.“ Das hätte also auch schon der erste machen können. Wir verabreden uns auf den übernächsten Tag und warten vorher noch auf die Offerte.

Diese trifft spät abends ein und macht uns hellwach. Kabel verlegen, eine wasserfeste Box installieren und das Kabel noch zur Klingel führen, zum Preis, für den man bei uns auch drei Nächte Ferien verbringen kann. „Geht’s noch?“ Man kann es ja probieren. Barbara und ich besprechen die Situation. Den Platz aufreissen und anschliessend im Garten buddeln bis zur Mauer kann auch unser Gärtner, wieder zu pflastern, kann er auch. Stromkabel anschliessen und wasserfeste Box montieren, bekomme ich hin. Also, auf zum Baumarkt, Material kaufen – günstiger als vom Elektriker offeriert – und ab nach Hause. Die Arbeit kann beginnen. Das Endergebnis ist super und hätte vom Fachmann nicht besser sein können. Gut, den kleinen Stromschlag hätte mir der Elektriker erspart…

Daneben feierten wir die Wiedervereinigung von Fynn und Ziva, was uns das Leben sehr erleichtert. Leicht ist unser Leben auch sonst. Keine Gäste und Zeit für uns und Bekannte, welches alles während der Saison ein wenig zu kurz kommt. Gefeiert wurde auch der Regen, welcher den Pool und die Dämme ein wenig füllte. Seit langem wieder einmal wird weniger Wasser verbraucht, als in die Dämme fliesst. Eine Zunahme ist endlich zu verzeichnen. Und trotzdem setzt sich ein wagemutiger mit einem Projekt in Szene. Der Mann, der die „Costa Concordia“ wieder aufrichtete und abschleppte, will am Südpol einen Eisberg holen und nach Kapstadt bringen. Was lange in den sozialen Medien als Hirngespinst umhergeisterte, soll tatsächlich in den nächsten Wochen detailliert besprochen werden. Investoren sind gefunden und täglich sollten so vom Eisberg her über 100 Millionen Liter Wasser ins Netz gespeist werden. Und das ein Jahr lang. Ob das wirklich geht? Schmilzt der nicht? Verändert sich dadurch nicht die Temperatur im Meer vor Kapstadt? Ist das nicht bloss wieder kurzfristig gedacht? Oder holt man dann in Zukunft einmal pro Jahr einen Eisberg? Und, kommt es wirklich gut, wenn der Mensch so direkt in die Natur eingreift?

Man liest sich!

 

 

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