138) verhinderte Liebe

am

Ziva ist in der Hitze und wir sind die Spielverderber. Zudem bewegen Unruhen das Land und wir freuen uns über Regen.

Ziva ist nun endgültig in der „Hitze“ oder Läufigkeit angekommen. Fynn und Ziva sind nun also willig eine Familie zu gründen. Barbara und ich sind die Spielverderber. Die beiden sind nun strikte getrennt und verbringen die Zeit ausserhalb der Riech-Sicht- und Hörweite. Trotzdem versuchen sie natürlich alles um zu einander zu finden. Was Barbara und mich vor logistische Herausforderungen stellt. Jede Türe kann erst geöffnet werden, wenn wir uns alles überlegt haben. Wer geht wo raus mit dem einen Hund, während der andere in ein anderes Zimmer umziehen muss, damit sich die beiden nicht durchs Fenster sehen können. Wir kriegen das hin. Die Herausforderung steigt allerdings dann, wenn auch noch Regen einsetzt. Dann will weder Ziva noch Fynn ins Freie und trotzdem müssen sie ja mal raus. Und irgendwann setzt dann das Jammern, Heulen und Wimmern doch noch ein. Und das hört sich dann ziemlich nervtötend an. Bald ist es überstanden und wir vier verbringen wieder mehr Zeit miteinander. Fynn wird dann sicherlich auch wieder mit Fressen beginnen. Der Bube versucht gerade mit einem veritablen Hungerstreik unser Herz zu erweichen und uns zum öffnen der Türen Richtung Ziva zu bewegen. Chancenlos!

Ja, tatsächlich es hat geregnet in dieser Woche. Ein schöner Regen war es, wie hier unten gesagt wird. Schön lange, schön ergiebig und einfach schön für die Natur. Sogar auch für nächste Woche sind weitere Niederschläge angekündigt. Natürlich reicht dies alles noch nicht, um die Situation zu entschärfen. Aber der Regen kommt früher dieses Jahr, vielleicht wird es ein guter Winter. Wie nötig dieser Regen ist, zeigen die Aussagen der Weinbauer. Rund einen Fünftel weniger Ertrag bringt die Weinernte 2018. Es entsteht zwar qualitativ sehr guter Wein, spült aber weniger Ertrag in die Kassen der Weinbauer. Denn die Preise werden bestimmt nicht angehoben, zu gross ist das Angebot an guten Weinen in unserer Region.

Nicht nur Fynn streikt. Auch die Bussbetriebe legten für einen Tag die Arbeit nieder. Dies ohne grosse Tumulte oder Ausschreitungen. Proteste nehmen selbst in unserer Gegend wieder zu. Richtig übel zur Sache ginge es ganz im Norden des Landes. Schlimme Ausschreitungen, Protest-Kundgebungen bis hin zu wüsten Plünderungen und Brände, während vier Tagen. Die Polizei schritt vehement ein, es soll sogar einen Toten gegeben haben. Der Präsident reiste deshalb frühzeitig vom Commonwealth-Gipfel in London zurück nach Südafrika und rief Polizei und Demonstranten zur Besonnenheit auf. Grund der Proteste waren einmal mehr, die Arbeitslosigkeit, die schlechte Situation in den Townships und zudem forderten die Demonstranten den Rücktritt des Premiers der Region. Notabene einer der ihren. Die betroffene Region ist ganz fest in der Hand des ANC’s. Solche Proteste und Ausschreitungen werden uns wohl ein Jahr lang begleiten. „Es ist immer das Gleiche im Jahr vor den Parlaments-Wahlen“, sagt mir ein Südafrikaner. So wird nun also ein Jahr lang protestiert, geplündert und alles brennbare angezündet um anschliessend wieder die gleiche Partei zu wählen. In der Hoffnung, dass die von Korruption zerfressene Partei, wenigstens dieses Mal die Wahlversprechen einlöst.

Es wird also ein spannendes Jahr in Südafrika und wir geniessen vorerst die Ruhe in der AFRICA-LODGE und freuen uns auf die Wiedervereinigung von Fynn und Ziva.

Man liest sich!

 

 

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