123) Das Ende der Handwerker-Zeit

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Eine weitere Handwerker-Woche und Werbung die auffällt, dazu noch die Dürre trotz Regenschauern, es gibt viel zu berichten während der Hochsaison in der AFRICA-LODGE.

Es ist fast schon dunkel, als der Klempner wieder bei uns vorbeischaut. Er sieht das Loch in der Leitung und flickt diese auch so gleich. „Das Problem ist nun behoben“, teilt er uns freudig mit. Wir sind erleichtert und hoffen, dass nun endlich Ruhe eingekehrt. Irgendwie kann ich mir nicht erklären, wie ein Leck in einer Leitung zu einer Verstopfung führt, es müsst doch eher das Gegenteil der Fall sein. Nun gut, er ist der Fachmann und er wird’s schon wissen.

Morgens beim Frühstück, teilen uns die ersten Gäste mit, dass leider der Abfluss bereits nicht mehr so toll funktioniere wie noch am Abend. Das darf doch nicht wahr sein. Unsere Nerven liegen blank und wir pfeifen den Klempner ein weiteres Mal zu uns. „Macht Euch keine Sorgen, ich löse Euer Problem“, erklärt er wie immer voller Zuversicht. Auch heute wird es wohl Abend bis er bei uns ist. Bereits ab Mittag belästigen wir ihn mit Text-Nachrichten, schliesslich ist das Problem dringend. So gegen halb Acht Uhr abends will er bei uns sein. Zu spät sagen wir ihm und er soll morgen gleich als erstes kommen. Irgendwann weit nach zehn Uhr trudelt er dann am nächsten Morgen ein. Mit dabei, zwei dunkelhäutige Helfer, damit der weisse Chef nicht selber buddeln muss. Stück für Stück wird nun die Leitung freigelegt und kontrolliert. Nur so werden wir wohl zur Rätsels-Lösung gelangen. Und das Problem wird endlich gefunden. Es ist fast zwei Meter lang und genau so dick, wie die Leitung. Unser schöner Garten mit seinen vielen Büschen, Sträuchern und Bäumen ist so dicht bewurzelt, dass sich ein Baum in der Leitung mit Feuchtigkeit versorgte – und wie.

Wir sind erleichtert nach über zehn Tagen und dies ausgerechnet während den Feiertagen, ist unser Problem nun ein für alle mal gelöst. Besser gesagt, für mindestens ein Jahr. Die nächste Wurzel findet den Weg bestimmt. Doch nun sind wir vorbereitet und dank „Augen“ alle zehn Meter, muss die Leitung auch nicht mehr gesucht und frei gebuddelt werden. Alles hat also auch immer sein Gutes. Und um eine Handwerker Erfahrung reicher sind wir auch. Zuverlässig ist er, doch pünktlich nicht, wie so viele hier. Aber eben, wie schlimm ist es? Das Endergebnis zählt viel mehr, als der Weg dort hin.

Werbung

Vor einiger Zeit berichtete ich einmal von einem Präventions-Spot aus Südafrika, der weltweit für Furore sorgte. Diese Woche ist mir eine neue Werbekampagne, auch zum Thema „Verkehrssicherheit“ ins Auge gestochen. Gerade ins Ziel schiesst diese Kampagne. Wie nötig sie ist, zeigen leider auch dieses Jahr die Statistiken während den Feiertagen. Unzählige Betrunkene wurden von der Strasse geholt und direkt ins Gefängnis gesteckt, doch leider gab es viele, viel zu viele schwere Unfälle.

 

Endlich Regen

Hurra, der Regen ist da. Für einen Tag, nicht stark, aber besser als nichts. Schliesslich kommt der „Day Zero“ täglich näher. Klimaforscher sagen, die Regierung kann nichts dafür, die Dürre sei in diesem Ausmass nicht absehbar gewesen. Politische Parteien geben sich aber gegenseitig die Schuld und fordern den Kopf der Bürgermeisterin von Kapstadt. Es sei zu lange zugeschaut geworden ohne etwas zu unternehmen. Die Wahrheit liegt wohl überall ein bisschen. Doch ändern lässt es sich jetzt sowieso nicht mehr und man sollte dringendst gemeinsam Lösungen, statt Schuldige suchen.

Man liest sich!

 

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