115) Jedes Jahr früher…

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Fast alles kommt in diesem Jahr früher, nicht nur die Natur, sondern leider auch die Brände. Was sonst noch früher als geplant passiert, hier im neuen Blog.

 

Jedes Jahr früher, jammert man jeweils in der Schweiz, was die Weihnachtsdeko und die Weihnachtsguetzli in den Supermärkten anbelangt. Jedes Jahr früher, so ist es für uns auch in Südafrika. Leider nicht oder nicht nur, was die Weihnachtszeit angeht. Sondern vor allem die Buschfeuer. Die Wasserknappheit und viel mehr die Trockenheit führt diese Woche bereits zu einem ersten verheerenden Buschbrand. Die Entstehung erlebe ich gleich mit. Ich bin mit Fynn alleine (die zwei müssen noch getrennt leben) auf dem Weg zum Spaziergang, als ich entlang der uns nahen Pass-Strasse, ein Feuer sehe. Lastwagen brennen dort noch ab und zu, weil auf Grund der Steilheit der Strasse, die Fahrzeuge oft überhitzen. So bin ich am Anfang gar nicht sicher, was dort wirklich brennt. Schon während des Spaziergangs sehe ich aber, wie der Rauch stärker und stärker wird, und vor allem ist er grau-weiss, dies deutet auf einen Flächenbrand hin. Schnell wird klar, die Lage ist ernst. Der Wind ist stark, die Temperaturen hoch, das wird kein gutes Ende nehmen. Drei oder vier Häuser brennen vollständig nieder, ein Tierheim muss in aller Eile geräumt werden und das Feuer wütet bis am anderen Morgen. Wieder wird uns aufgezeigt, wie toll die Community funktioniert. Über Facebook und Whatsapp sucht man Helfer oder Getränke und Augentropfen für die Feuerwehr-Leute. Und leider ist auch ein Tierheim betroffen. Es wird dringend nach Ersatzplätzen für die Tiere gesucht. Alles klappt hervorragend, die Aufrufe sind schon nach kurzer Zeit erfolgreich. Sehr schön ist auch, dass ein lokaler Anhänger-Vermieter kostenlos seine Anhänger zur Verfügung stellt, um die grösseren Tiere in Sicherheit zu bringen. Deshalb sind auch Autos mit Anhängerkupplung im Suchaufruf drin.

Jedes Jahr früher, gilt aber tatsächlich auch für die Weihnachtsdeko. Merry Christmas in den Geschäften und gleichzeitig steigen die Temperaturen und der Swimming-Pool wird bereits benutzt. Auch bei unserer dritten Vor-Weihnachtszeit am Kap wird keine Weihnachtsstimmung aufkommen. Uns an die umgekehrten Jahreszeiten zu gewöhnen, werden wir wohl noch lange, lange nicht schaffen. Dazu ist noch Erdbeeren-Zeit und Barbara verfeinert die mehreren Kilogramm Erdbeeren, zu der von den Gästen geschätzten Konfitüre. Auch nicht gerade eine typische Weihnachtsarbeit.

Jedes Jahr früher zum Dritten. Das gilt nämlich auch für den Gast, bei dem einfach nichts passt. Irgendwie kommt so einer jedes Jahr. Es gibt halt leider einfach den Typ Mensch, bei dem man nichts recht machen kann. Nicht nur, was uns und die AFRICA-LODGE betrifft, sondern einfach alles ist schlecht. Früher war alles besser, schöner, wärmer, bunter und überhaupt. Die Erfahrung zeigt uns, einmal pro Saison kehrt diese Gattung bei uns ein. Wir haben es nun also hinter uns für diese Saison, das kostet uns mittlerweile ein Lächeln, wie auch die miserable Online-Kritik auf einem Internet-Portal. Notabene zur gleichen Zeit, wie uns ein gleichzeitig anwesender Gast in den höchsten Tönen dort lobt. Man disqualifiziert sich halt oft selber, ich verstehe es einfach nicht. Das Leben ist zum Geniessen da, die Ferien erst recht. Und man erschwert sich doch so nur das eigene Leben. Unseres wird dadurch auf keinen Fall beeinflusst, wenn auch die miese Stimmung abfärben könnte. Wir geniessen die sommerliche Vorweihnachtszeit und freuen uns auf die Wieder-Vereinigung von Fynn und Ziva.

Man liest sich!

 

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