112) Ferien in der AFRICA-LODGE

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Eine Ferienwoche zu Hause liegt hinter uns, nicht viel los und trotzdem beschäftigt uns einiges. Die Wasserknappheit bleibt natürlich unser grosses Thema. Wie erfolgreich Fynn war, wissen wir in vier Wochen dies und alles weitere, hier im sonntäglichen Blog.

Nach drei, viermal „üben“ hat es dann mit der Verpaarung von Fynn und seiner Auserwählten geklappt. Wie das Ergebnis ausfällt und ob er wirklich Vater wird und von wie vielen Kindern, wissen wir frühestens in vier Wochen. Hoffentlich geht die Natur ihren Weg.

Wo bleibt das Wasser

Ich glaube es werden sich immer mehr Südafrikaner wirklich bewusst, dass es eng wird mit dem Wasser. Spartrick um Spartrick wird auf Facebook publiziert. Manchmal sehen wir wirklich erstaunliche Bauten und manchmal denken wir auch bloss, das hättest Du schon vor Jahren realisieren können. Schliesslich wurde die Energiespar-Brause für die Dusche nicht erst gestern erfunden. Es werden auch andere Erfolge präsentiert, wie zum Beispiel die Verhaftung von einigen schlauen, die Wasser für die Befüllung des Pools, verkauft und geliefert haben. Geklaut von Hydranten. Mit grossen Tanklastern sind sie vorgefahren und haben die Pools mit Wasser versorgt. Es bestätigt mir somit mein Gefühl, dass es vielen vor allem darum geht, das städtische Wasser zu sparen, welches über ihren Zähler zum Grundstück fliesst und nicht im generellen den Wasserverbrauch zu minimieren. Zu viele suchen nach Möglichkeiten ihren Pool für den beginnenden Sommer startklar zu machen und denken sogar daran, Wasser aus dem Meer zu transportieren.

Das Wetter war nicht gerade rosig, wie immer wurde Regen angekündigt, doch ergiebig war er leider nie. Im Gegensatz dazu sind in anderen Landesteilen richtige Fluten vermeldet worden – siehe Bild aus Durban.

Durban Flut

Während unsere Region von der Trockenheit betroffen ist, sind in anderen die Dämme voll. „Man soll eine Pipeline bauen um die unterschiedlichen Wetterregionen mit einander zu verbinden“ fordern einige. Ja, schlau wärs. Schliesslich ist das Western Cape eine Winter-Regen-Region und die nördlichen Teile des Landes bekommen ihren Regen im Sommer. Doch es bleibt wie immer die Frage – wer soll das bezahlen? Ginge es um Öl, die Pipeline wäre wohl schon längst gebaut.

Ferien zu Hause bedeutet aber nicht nur, auf der faulen Haut liegen. Stühle, welche wir sogar aus der Schweiz nach Südafrika verschifft haben, lösten sich förmlich auf. Die Material-Qualität liess zu wünschen übrig und wir mussten handeln. Barbara überlässt sonst gerne alle Näharbeiten meiner Mutter, welche uns ja immer für längere Zeit besucht. Doch nun musste etwas geschehen. Wie nahe man sich, trotz der grossen Distanz ist, bewies die Whatsapp-Fern-Instruktion meiner Näh-Erfahrenen Mutter. Und Barbara liess so unsere Stühle im „neuen Glanz“ erstrahlen. Für mich sehen die Stühle nun sogar besser aus als vorher. Selbst ist nicht nur der Mann, sondern auch die Frau und wir sind ein weiteres Mal stolz über die eigenen Geschicke. Vieles konstruieren, flicken oder bauen wir mittlerweile selber. Verblüffend, was wir alles selber machen. Wieso war das nicht schon in der Schweiz so? Dort wurde der Fachmann immer sofort gerufen. Hier probieren wir einfach mal drauf los, holen uns Rat im Internet und gehen mutig an die Sache ran. Ich denke der Hauptgrund ist die Zeit. Wir haben sie und können sie so sinnvoll nutzen und das erfüllt unser Leben hier am Kap.

Ich schreibe diesen Blog im privaten Garten und geniesse die letzten Sonnenstrahlen des Tages und aus dem Nachbargrundstück eines Südafrikaners, klingen Handörgeli-Töne zu mir, warum auch immer. Passender könnte der Abschluss für heute nicht sein.

Man liest sich!

 

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