110) Tierisch, tierisch…

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Schweizer-Familienbesuch, unsere erste Wal-Sichtung und weshalb Fynn mal wieder im Rampenlicht steht. Dazu das neueste aus der Dürre-Region – alles hier im sonntäglichen Blog.

 Wir haben Familienbesuch, ein Bruder von Barbara ist hier. Wir geniessen die Zeit zusammen und versuchen natürlich unser neues zu Hause im besten Licht zu präsentieren und mit Ausflug-Tipps beiseite zu stehen. Nicht nur dies, auch wir sind so ein wenig mehr als sonst, als Touristen in der Kap-Region unterwegs. Wir besuchen Hermanus, den Wal-Fahrts-Ort schlechthin und hoffen natürlich die Meeresriesen zu sehen.

Die Fahrt dahin führt uns zuerst durchs Landesinnere. Die Landschaft ist abwechslungsreich. Wir verlassen die Weingebiete, fahren durch riesengrosse Obstfarmen, bevor die Farmen nicht kleiner werden, doch hier wird Korn angebaut. Nach gut einer Stunde Fahrzeit, erreichen wir unser Fahrt- und sogleich auch das Tagesziel. Kaum am Meeresufer angekommen, sichten wir bereits die ersten Wale. Ein unglaublich eindrückliches Spektakel. Mit blossem Auge sind die Ungetüme gut dreissig Meter vom Ufer entfernt zu beobachten. Ein tierisch schönes Erlebnis.

Die Woche im Zeichen der Tiere

Nicht nur Wale gibt’s zu beobachten, sondern eines Morgens landen auch zwei Gänse in unserem Pool und vergnügen sich für eine halbe Stunde darin. Und auch Fynn steht ein weiteres Mal im Mittelpunkt. Er ist der Auserkorene und wird bald Vater werden. Sein erstes Mal… Wir treffen uns mit den Züchtern, damit sich Fynn und seine Zukünftige ein erstes Mal beschnuppern können. Die Zusammenführung verläuft super und der Verpaarung in einigen Tagen, steht nichts mehr im Wege. Ein schönes Rüdenleben führt Fynn:

Er bekommt Spass ohne dafür zu baggern oder die Angebetete auszuführen. Er ist von Anfang an von sämtlichen Vaterpflichten befreit, wird nie Alimente bezahlen müssen oder sich mit Erziehungsfragen herumplagen. Kann jede Nacht durchschlafen ohne sich um die kleinen Wirbelwinde zu kümmern und wird für seine Tat auch noch entschädigt. So lässt es sich als Zucht-Hund doch leben.

Doch Schluss mit Lustig. Die Wasserlage ist ernst. Die Frau Stadtpräsidentin von Kapstadt duscht nur noch jeden dritten Tag. Es muss dringend Wasser gespart werden, sonst sind Ende März die Wasserhähne trocken. Und dies auch nur dann, wenn das Sparziel von 500 Millionen Litern pro Tag endlich erreicht wird. Momentan verbrauchen wir alle über 610 Millionen. Man ist also weit entfernt vom Ziel. Aber es wurde ja auch schon gesagt, die Hähne seien Ende Oktober oder Ende Dezember oder wann auch immer trocken. So langsam aber sicher, glaube ich nichts mehr. Auch nicht dem deutschen TV-Bericht, welcher eine arme schwarze Frau mit Kind zeigt, die jammert weil sie kein Wasser habe. Unsere Angestellten erzählen nämlich das komplette Gegenteil, es fliesst „ungespart“ aus allen Leitungen. Laut deutschem Bericht sind vor allem die Weissen, die grossen Verschwender. Das wird so sein, aber die werden mittlerweile auch zünftig zur Kasse gebeten während Strom und Wasser in den Armensiedlungen fliesst und fliesst, gestohlen oder einfach so, kostenlos. Die „schwarz-weiss“-Schere ist weit geöffnet und bei allem sind die Anderen schuld. Zu sehen, zu erleben ist dies täglich – Einheit, sieht anders aus. Sogar dann, wenn Südafrika auf den Rugby-Erzfeind Neuseeland trifft. Unter den Neuseeland-Fans, sind viele schwarze Südafrikaner zu sehen. Aus Trotz dem „weissen Rugby-Sport“ gegenüber. Doch Trotz und Neid, haben selten etwas bewegt.

Man liest sich!

 

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