103) Zwischen Ausflug und Alltag

am

Die dritte Saison ist lanciert. Uns bleibt neben dem Alltagstrott trotzdem Zeit für einen Ausflug. Und zu feiern gab es auch noch was.

Die ersten Gäste sind bereits wieder abgereist, die nächsten kommen Morgen. Zeit für einen Ausflug, Zeit für uns. Wir entscheiden uns für eine Fahrt ins Grüne, weg von den üblichen Touristen-Pfaden hin ins Farmland nördlich von Kapstadt. Gut 50 Minuten Fahrt von uns, gut 45 von Kapstadt entfernt ist man sofort in einer anderen Welt. Wie so oft im abwechslungsreichen Südafrika ändert die Landschaft schnell. Wir lassen die Weinberge hinter uns und befinden uns schnell in einem topfebenen Gebiet und fahren Richtung Atlantik-Küste. Obwohl wir auf der anderen Seite des „Kap der guten Hoffnung“ leben, leben auch wir an der Atlantik-Küste. Oft wird das Kap ja als Teilung der beiden Weltmeere, indischer und atlantischer Ozean empfunden, aber der südlichste Punkt des Kontinents ist nicht das Kap sondern rund 200 Kilometer von uns entfernt (Cape Agulhas).

Das Gebiet „Cape Farms“ ist traumhaft schön. Wir wähnen uns landschaftlich ein wenig in der Schweiz. Mit einem grossen Unterschied. Eine mittlergrosse Farm ist hier etwa 10 Mal so gross wie ein durchschnittlicher Bauernhof in der Schweiz. Grosse Ackerbau-Farmen können in dieser Region gut und gerne 1000 Hektaren gross sein. Momentan ist alles grün, doch das wird sich mit dem Sommer auch wieder ändern. Mindestens für die Landwirtschaft ist die Wasserproblematik noch nicht akut. Die Farmen befinden sich auf einem unglaublichen Grundwasser-Reservoir. Eigene Brunnen pumpen bis zu 100’000 Liter pro Stunde an die Oberfläche. Hoffentlich noch lange. Der Ausflug vermittelt uns nochmals einen neuen Blick auf Südafrika, spannend ist auch das Zusammentreffen mit einem Einheimischen, in dieser Gegend aufgewachsen, ist er alles andere als ein Städter wie die Südafrikaner, die wir sonst kennen. Er erzählt uns von einem spannenden Projekt (wescape) – zwischen den Farmen und Kapstadt soll eine neue Stadt entstehen. 800’000 Leute werden hier wohnen und arbeiten, Universitäten und Schulen entstehen sowie Einkaufszentren und Sportanlagen. Einfach alles was es zum Leben braucht. Ein spannendes Projekt, das kurz vor dem Beginn stehen soll und der „südafrikanischen Völkerwanderung“ Richtung Kap der guten Hoffnung, Rechnung trägt. Mal schauen wie und vor allem ob, es sich entwickelt.

Der Alltag hat uns wieder

Die Saison beginnt nun langsam und wir schlagen uns deshalb auch mit Allerlei Alltagskram herum. Der alte Kühlschrank, noch von den Vorbesitzern übernommen, macht nach Knarr- und Knall-Geräuschen nun gar nichts mehr. Wie so oft finden wir als erstes auf Facebook jemanden der hilft. Ein „Handyman“ oder besser gesagt „Fridgeman“ kommt pünktlich bei uns vorbei und findet das Problem. Amüsant, sogar bei einem Kühlschrank ist mittlerweile am ehesten der Computer schuld. Dieses Teil zu ersetzen ist zu teuer. Wir kaufen einen neuen Kühlschrank, dieser wird umgehend geliefert und ganz südafrikanisch, verkaufen wir den alten noch via Facebook an einen Typen, welcher wohl mit Ersatzteilen handelt oder aus zwei alten wieder einen neuen Kühlschrank macht. Nichts wird einfach so weggeschmissen, man findet immer jemanden, der noch was dafür gibt.

Daneben feierten wir den zweiten Geburtstag von Fynn. Wenn nicht Kinder einem aufzeigen dass man älter wird, dann halt Haustiere. Damals noch in der Schweiz erfuhren wir vom Glück einen Welpen zu bekommen und nun feiert der Kerl schon seinen zweiten Geburtstag. Sogar Ziva wurde diese Woche bereits halbjährig. Die Zeit vergeht…

Man liest sich!

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s