101) Aufgepasst in Südafrika

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Man muss täglich auf der Hut sein in Südafrika – warum, wieso und weshalb, hier in meinem neuesten Blog – aufgepasst, aber nicht nur in Südafrika…

„Alarm!“ Einbruch zwei Häuser von uns entfernt. Die Nachricht erreicht uns über Funk. Mitten im gemütlichen Nachmittag im Garten beim Faulenzen, im Liegestuhl. Sofort gehen wir vor unser Haus zur Strasse hin. Nehmen natürlich Fynn und Ziva mit. Fynn merkt sofort was Sache ist, er bellt und ist wachsam. Die fünfmonatige Ziva ist eher die stille und achtsame Beobachterin. „Wir suchen einen Schwarzen mit rotem T-Shirt und einen zweiten, ebenfalls schwarzen Mann, sie sind soeben über den Zaun in Nachbars Garten gesprungen“, ist die nächste Nachricht per Funk. Die Nachbarschaft ist in Aufruhr, unzählige Autos von der Nachbarschaftshilfe rasen herbei, die Security-Firma ist ebenfalls bereits mit zwei Autos da. Die Hilfe aus der Nachbarschaft und die der Sicherheitsfirmen funktioniert also. Sofort schwärmen Freiwillige mit den Autos aus und suchen die Flüchtigen. „Dort steht ja einer mit einem roten T-Shirt und Schaufel in der Hand“ sag ich zu Barbara und denken uns nichts dabei, schliesslich hilft er ja auch suchen. Die Aufregung steigt irgendwie und plötzlich, wie vom Blitz getroffen, wird es unserer Kleinen zu viel. Ziva rennt über den Parkplatz zurück zur Haustür. Fynn ist immer noch in höchster Bereitschaft.

„Wenn die flüchten, dann machen die doch das nicht auf der Strasse, sondern durch die Gärten“, sag ich zu Babs. Sie meint, „Gut liegen unsere Tablets und Smartphones im Garten auf dem Tisch“. Schnell eilen wir zurück hinters Haus in den Garten. Zusammen mit Fynn patrouilliere ich nun quasi auf unserem Grundstück. Ziva ist es schon längst zu viel und sie „schreibt“ höchstens noch zu Ausbildungszwecken mit. Die Suche scheint ergebnislos zu verlaufen. Ruhe kehrt nach zehn Minuten ein. Der Mann mit dem roten Shirt und der Schaufel ist zusammen mit seinem Kumpel von den Stadtwerken und hat auf einem anderen Grundstück mit einer verstopften Leitung gekämpft. Da sie das Problem nicht lösen konnten, stiegen sie über den Zaun zur Nachbarin um dort weiter zu buddeln. Das wurde beobachtet und sofort Alarm geschlagen. Wenn also der Gesuchte selbst, als Unschuldiger bei der „Fahndung“ mithilft, verläuft diese oftmals erfolglos. Nach dem Spuk sind wir zurück im Liegestuhl, geniessen die Sonne, Fynn ist stolz auf seinen Einsatz als Security-Chef und Ziva träumt wohl heute Nacht vom ersten, wenn auch nur vermeintlichen, Ernstfall.

Die All-Blacks kommen nach Kapstadt

Vorsicht ist also immer geboten in Südafrika. Auch dann, wenn das spektakuläre Aufeinandertreffen von zwei Rugby-Grössen bevorsteht. Die All-Blacks aus Neuseeland, die mit dem Kriegstanz, treffen Anfang Oktober auf „unsere“ Springboks und das in Kapstadt. „Kommt ihr mit“, fragt Babs sofort ihren Bruder, der dann mit Familie bei uns sein wird. Die Rückmeldung erfolgt schnell und ich mach mich auf die Suche nach Tickets. Es irritiert mich, dass auf der offiziellen Seite des Teams nichts von einem Vorverkauf steht, doch das Spiel ist angekündigt. Die Google-Suche führt mich zu einem „Ticketportal“ das Event finde ich schnell und der Vorverkauf läuft bereits. Probieren wir unser Glück. Ein Ticket kostet 1400 Rand. Viel, gut 100 Franken, wollen wir wirklich? Wir brauchen sieben Tickets und nun kostet ein Ticket plötzlich 4000 Rand – da stimmt doch was nicht. Welcher Südafrikaner kann sich das leisten? Es ist uns einfach zu teuer, wir lassen es bleiben. Nun lese ich, dass der Vorverkauf für das Spiel der Spiele erst Anfang September startet und dass man auf keinen Fall irgendwo anders als über den offiziellen „Springbok-Kanal“ Tickets kaufen soll. This is Africa – denkt ihr wohl jetzt.

Dass das von mir gefundene „Ticketportal“ höchst dubios ist, wurde mir vor Tagen klar. „Viagogo“ – so heisst das Ding, verursachte nämlich auf „meiner“ heimischen Winterthurer Schützenwiese, dem einzigen Fussballstadion im Kanton Zürich, ein Chaos. Anlässlich eines ausländischen Testspiels waren falsche Tickets im Umlauf. Ja, man muss auf der Hut sein, nicht nur in Südafrika.

Man liest sich!

 

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